Wirtschaftsmissionen nach China 'greifen'

1. Halbjahr 1997: Österreichs Ausfuhren stiegen um 53 Prozent Wirtschaftsdelegation unterwegs nach Peking und Chengdu

Wien (PWK) - Die österreichische Wirtschaft hat die Bearbeitung
der Märkte im Fernen Osten in den letzten Jahren sehr intensiviert. Dies gilt auch für die Volksrepublik China, die WKÖ-Präsident Leopold Maderthaner und Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner mit einer Firmendelegation zuletzt heuer im Jänner besucht haben. Wie positiv sich regelmäßige Besuche bei projektvergebenden Stellen, Ministerien und Firmen in China auswirken, zeigen nicht zuletzt die Exportzahlen vom ersten Halbjahr 1997: Die österreichischen Lieferungen nach China stiegen in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 53,3 Prozent und betrugen demnach 2,2 Mrd Schilling. ****

Gestern Sonntag brach erneut eine Wirtschaftsdelegation unter der Leitung des Direktors für Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich, Egon Winkler, mit 22 Firmen nach China auf. Vom 19. bis 24. Oktober werden Unternehmer und Politiker sowohl in Peking als auch in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, besucht, wie die Außenhandelsstelle der Wirtschaftskammer Österreich in Peking berichtet. Sichuan ist mit mehr als 100 Millionen Einwohnern die größte Provinz Chinas.

Mit Hilfe des laufenden Fünf-Jahresplanes soll Chengdu zu einem Finanz-, Handels-, und Verkehrszentrum für Zentralchina aufgebaut werden. Die Entwicklungspläne sehen vor allem eine Förderung in den Sektoren Autoproduktion, Petrochemie und chemische Industrie, Elektronik, Metallurgie, Energie, Telekommunikation sowie im Ausbau der Infrastruktur vor, erklärt Friedrich Kuen, Fernostexperte in der Wirtschaftskammer Österreich und verweist in diesem Zusammenhang auf interessante Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Produkte und Dienstleistungen.

Rund 70 Prozent der österreichischen Exporte nach China entfallen auf Maschinen und Anlagen zumeist für Großprojekte. Darüberhinaus finden auch medizinische und pharmazeutische Produkte sowie bearbeitete Waren wie Papier und Pappe Absatz in der Volksrepublik. Chancen können sich für die österreichische Wirtschaft auch in Zusammenhang mit der Modernisierung der chinesischen Stahlindustrie, in der Energiewirtschaft und mittel- bis längerfristig auch im Umweltbereich ergeben.

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Dkfm. Friedrich Kuen

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