Gehrer: Frühwarnsystem hat sich bewährt

Im Schuljahr 96/97 weniger Fünfer

Wien (OTS) Deutlich weniger "Fünfer" fanden sich heuer in den Zeugnissen der Schüler. Das zeigen die ersten Auswertungen des Unterrichtsministeriums bei den Jahreszeugnissen von weiterführenden Schulen in allen Bundesländern. Da die Auswertung der Wiederholungsprüfungen noch nicht vollständig in allen Bundesländern abgeschlossen ist, können die Gesamtergebnisse erst in einigen Wochen publiziert werden. Generell läßt sich aber ein deutlicher Trend zur Vermindung der "Nicht genügend" ablesen. ****

Überdurchschnittliche Rückgänge verzeichen vor allem die Handelsakademien und Handelsschulen, wo es bis zu 20 Prozent
weniger "Fünfer" in den Zeugnissen gibt. In den AHS sind es um
neun Prozent weniger, in den HTLs um durchschnittlich 11,7 Prozent weniger.

Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer führt diesen "Fünfer-Rückgang" auf das neue Frühwarnsystem zurück. Dieses besagt:
Zeichnet sich zu Beginn des Sommersemesters in einem Unterrichtsgegenstand aufgrund der bisher erbrachten Leistungen
eine negative Note ab, muß der Lehrer die Eltern und den Schüler verpflichtend zu einem Gespräch einladen. Dabei sollen Defizite analysiert und gemeinsame Lösungswege und Hilfestellungen gefunden werden.

Ziel dieser Regelung ist es, Hilfestellungen früher und rechtzeitig für den Schüler anzubieten. In den vergangenen Jahren hatte sich gezeigt, daß der "blaue Brief" sechs Wochen vor Schulschluß oft zu spät kam und der Schüler zuwenig Zeit hatte, das Versäumte nachzuholen.
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