Strasser: Auch Höger muß endlich an 200.000 Pendler denken

Wann gibt es von SP-NÖ klares Bekenntnis zum Ausbau des Nahverkehrs ?

Niederösterreich, 17.10.(NÖI) "LH-Stv. Ernst Höger ist nach dem Spruch des Verfassungsgerichtshofes dringend aufgefordert,
seine Pro-Haltung zum Semmering-Eisenbahntunnel gründlich zu überdenken. Es wäre eine günstige Gelegenheit, daß jetzt auch die SP-NÖ die Unsinnigkeit dieses Milliarden-Projektes
einsieht. Sie sollten endlich einen Weg für Niederösterreich einschlagen und an die 200.000 Pendler in der Ostregion denken.
Mit dem Bau eines 20-Milliarden-Tunnels der 20 Minuten
Zeitersparnis für 300 Pendler bringt erweist man dem
Steuerzahler und den täglich pendelnden Menschen sicherlich
keinen guten Dienst", stellte LAbg. Dr. Ernst Strasser fest.
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Für die Volkspartei Niederösterreich habe der Ausbau des Nahverkehrs in der Ostregion absoluten Vorrang. Seit 1993
wurden 10 Milliarden Schilling in neue Verkehrsnetze
investiert. Davon wurden 7,5 Milliarden für den öffentlichen Verkehr verwendet. Als nächste Projekte stehen beispielsweise
der weitere Ausbau der Westbahn zwischen Wien und St. Pölten,
der Ausbau der Flugahfenschnellbahn S7 oder die
Bahnverbindungen im St.Pöltener Zentralraum am Programm. "Wer
sich für den Bau des Semmering-Bahntunnels einsetzt, gefährdert derart wichtige Vorhaben. Zumal der Tunnel verkehrspolitisch unnotwendig, ökologisch gefährlich und unfinanzierbar ist. Das
hat auch schon so mancher SP-Vertreter, wie beispielsweise
NAbg. Marizzi, erkannt", schloß Strasser.

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