Brüssel diskutiert Zukunft des europäischen Trinkwassers

WWF begrüßt Vorschlag der EU-Kommission: Summengrenzwert für Pestizide soll bei 0,5 Mikrogramm bleiben

Wien (OTS) - Heute, Donnerstag, versucht der Umweltministerrat in Brüssel einen gemeinsamen Standpunkt zu einer europäischen Trinkwasserrichtlinie zu finden. Dabei steht auch wieder der Summengrenzwert für Pestizide auf der Tagesordnung. Denn der erste Versuch der Kommission, den Summengrenzwert komplett fallenzulassen, wurde im Vorjahr vom Europäischen Parlament unterbunden. Für die Gesundheit der europäischen Bürger hätte das fatale Konsequenzen gehabt.

Das besonders heimtückische an Pestiziden ist ihre Langzeitwirkung: Sie reichern sich im Körper an, fördern Krebs und wirken erbgut- und gehirnschädigend. Allein in Österreich wurden bis jetzt bereits 47 Pestizide im Grundwasser nachgewiesen, in bestimmten Regionen liegen 30 davon sogar schon über dem Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter. "Die Lage ist also äußerst brenzlig. Gerade deshalb ist es wichtig, daß die Summe aller Pestizide im Trinkwasser die 0,5 Mikrogramm-Marke nicht übersteigen darf", erklärt Mag. Simone Lughofer, Wasserexpertin des WWF.

Wäre der erste Vorschlag der Europäischen Kommission, der den Wegfall dieses Summengrenzwertes vorgesehen hatte, im Dezember des Vorjahres durchgegangen, wäre das mehr als fahrlässig gewesen. "Bei der heutigen Abstimmung in Brüssel scheint es aber, daß sich die Vernunft doch durchgesetzt hat", zeigt sich Lughofer zuversichtlich.

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