Außenhandel mit Iran sprunghaft angestiegen

1. Halbjahr 1997: Exportsteigerung um 81 Prozent Erhöhte Teilnahme Österreichs an Internat. Messe Teheran

Wien (PWK) - Die Nachfrage am iranischen Markt nach österreichischen Produkten nimmt stark zu. Betrugen die österreichischen Exporte in den Iran 1995 1,7 Mrd Schilling, stiegen diese 1996 um 25 Prozent auf 2,2 Mrd Schilling an. Im ersten Halbjahr 1997 konnten die heimischen Ausfuhren erneut um 81 Prozent von 0,9 Mrd Schilling (1-6/96) auf 1,6 Mrd Schilling gesteigert werden. "Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der erhöhten Teilnahme österreichischer Unternehmen an der kürzlich stattgefundenen Internationalen Messe in Teheran wider", berichtet Österreichs Handelsdelegierter im Iran, Georg Krauchenberg. ****

Das Warenangebot der 28 österreichischen Teilnehmerfirmen konnte sich der iranischen Importsituation gut anpassen, da insbesondere Produkte gezeigt wurden, die von der lokalen Industrie laufend benötigt werden. Die österreichische Produktpalette reichte heuer von Bauchemikalien, Abgasmeßsystemen, Motoren und Prüfstandmeßsystemen über Schleifmaterialien verschiedener Art, Edelstähle, Landmaschinenbestandteile, Werkzeuge, Industrieöfen bis zu hydraulischen Anlagen und Solarkollektoren.

Die Austrian Airlines, die zwei Mal wöchentlich Wien-Teheran fliegt, hatte, wie in den Jahren zuvor, einen eigenen Stand mit einem Wiener Kaffeehaus. Das von der österreichischen Außenhandelsstelle in Teheran besetzte Messebüro stand wiederum den österreichischen Messeteilnehmern wie auch iranischen Firmenrepräsentanten mit vollem Service zur Verfügung. "Die österreichischen Teilnehmer zeigten sich mit dem Interesse potentieller iranischer Kunden an ihrem Angebot durchwegs zufrieden", weiß Krauchenberg.

Die 23. Internationale Messe Teheran konnte im Vergleich zu den Jahren zuvor nicht nur bei Österreich ein stark steigendes Beteiligungsinteresse verzeichnen. Insgesamt präsentierten 63 Nationen ihre Produkte. Die Anzahl der internationalen Aussteller nahm um 25 auf 515 zu, die der nationalen Aussteller sank mangels verfügbarer Fläche von 1474 auf 1410. Nur ein kleiner Teil der gemäß Messeleitung etwa 50.000 iranischen Interessenten konnte berücksichtigt werden, wobei produzierende Unternehmen mit ISO-9000 Zertifikaten bevorzugt wurden. Regierungsvertreter kündigten einen Ausbau des Messegeländes, welches zu den größten des mittleren Ostens zählt, und die Errichtung zusätzlicher Großpavillons an.

Das entgegen dem weltweiten Trend wieder steigende Interesse an der allgemeinen Internationalen Messe Teheran hänge vor allem mit der speziellen politischen Unterstützung für dieses Ereignis, Importerleichterungen für die ausgestellten Waren und den verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusammen, ist Krauchenberg überzeugt.

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