Baden gestaltet Weilburg-Gedenkwoche

Ausstellung, Vortrag und Exkursion geplant

St.Pölten (NLK) - Der Geburtstag von Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg, Erzherzogin von Österreich, jährt sich dieser Tage zum 200. Mal. Aus diesem Anlaß lädt die Stadt Baden zu einer Feier am 31. Oktober ins Rollettmuseum und veranstal-tet eine "Weilburg-Woche" mit einer Ausstellung, einem Tag der offenen Tür im Rol-lettmuseum, mit einem Vortrag, einem Sonderpostamt und
einer Exkursion auf das Gelände des ehemaligen Standortes der Weilburg.

Die Errichtung der Weilburg 1821-1823 durch Architekt Joseph Kornhäusel ent-sprach einem Wunsch der Erzherzogin, die mit Erzherzog Carl, dem "Löwen von As-pern", verheiratet war. Das Schloß beherrschte mit einer Länge von 190 Metern den Eingang des Helenentales. Es gilt als Vorbild für klassizistische Schloßbauten. Die Hauptfront war gegen Norden gerichtet und wurde von acht ionischen Säulen domi-niert. In der Eingangshalle gab es eine Skulptur von Joseph Klieber "Flora und Ze-phyr", umgeben von den "Laternenträgerinnen". 1829 starb Henriette, Erzherzog Al-brecht erbte die Weilburg. Er erwarb auch die Ruine Rauheneck samt umliegendem Wald und legte Wanderwege in Baden an. Nach seinem Tod 1890 erbte Erzherzog Friedrich die Weilburg. 1919 ging Friedrich nach Ungarn, sodaß das Schloß leer stand. 1930 war es Schauplatz einer großen Ausstellung zum 450jährigen Stadterhe-bungsjubiläum Badens. 1940 wurde die Weilburg von der deutschen Wehrmacht be-schlagnahmt und brannte 1945, kurz vor dem Einmarsch der sowjetischen Truppen, nieder. In den folgenden Jahren wurden immer wieder Teile der Mauern abgetragen, 1961 wurde der Portikus zwar noch unter Denkmalschutz gestellt, drei Jahre später jedoch gesprengt. In der Folge wurde das Gebäude völlig demoliert und abgetragen, viele Architekturdetails und Skulpturteile finden sich heute im Stadtbild Badens und im Rollettmuseum. An die Weilburg erinnern zahlreiche bildliche Darstellungen, da das Schloß als Motiv sehr beliebt war.

Im Rollettmuseum wird in der "Weilburg-Woche" vom 26. bis 31. Oktober die Aus-stellung "Das blieb von der Weilburg" gezeigt. Am 26. Oktober gibt es zwischen 15 und 18 Uhr einen "Tag der offenen Tür". Am 30. Oktober ist von 14 bis 18 Uhr ein Sonderpostamt zugänglich, um 19 Uhr gibt es einen Vortrag von Waltraud de Martin zum Thema "Erzherzog Carl, Erzherzogin Henriette und die
Weilburg". Am 31. Okto-ber führt eine Exkursion zum Thema "Auf den Spuren der Weilburg" zum ehemaligen Standort des Schlosses.

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