"50 Prozent der Industriebetriebe wird es in fünf Jahren nicht mehr geben"

Mangel an Innovationsfähigkeit könnte sich bald bitter rächen - Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen mittels Strukturwandel stärken - Warnung vor einseitiger Forschungspolitik

Wien (OTS) - Gentechnik, Mikroelektronik und Informationstechnologien sind die Träger des technischen Fortschrittes. Unternehmen, die es nicht schaffen, mit Hilfe der Kommunikationstechnologie aus Produkten Problemlösungen zu formen, werden untergehen. Länder, die die Gentechnologie nicht nützen, können sich als Industrieunternehmen in Zukunft "abmelden". 50 Prozent der heute existierenden Industrienationen werden in fünf Jahren nicht mehr existieren, weil sie dem technologischen Strukturwandel zum Opfer fallen. Diese provokanten Thesen vertrat Prof. Dr. Johann Löhn, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung in Deutschland, im Rahmen des Technologieforums der viet -Internationale Fachmesse für Elektrotechnik und industrielle Elektronik. Als Überlebensstrategie empfiehlt Löhn österreichischen Unternehmen Diversifizierung in Richtung kundenorientierter Problemlösungen statt der simplen Herstellung von Produkten.

Generaldirektor Dr. Albert Hochleitner (Siemens AG Österreich) betonte, die Forschungsförderung in Österreich sei einseitig auf Institutionen der öffentlichen Hand gerichtet: Die von der öffentlichen Hand aufgebrachten Mittel von etwa 17 Mrd. Schilling kommen fast zur Gänze allen öffentlichen Einrichtungen - z.B. Universitätsinstituten - und nicht den Unternehmen zugute. Als besonders innovationswürdig bezeichnet Hochleitner die Informations-und Gentechnologie. Für eine aktive Forschungspolitik plädierte Doz. Josef Fröhlich (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf): Der Österreicher sei zwar eher innovationsfeindlich. Eine mögliche Antwort sei die Errichtung von Science Centres, wo der Bevölkerung ein praktischer Zugang zu verschiedensten Technologien geboten wird.

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