Prober zu SBT: Verwirr-Spiel zu Lasten der Steuerzahler

Juristischer Winkelzug macht Bahntunnel um keinen Deut' sinnvoller

Niederösterreich, 16.10.97 (NÖI) Einmal mehr ist klar
geworden, daß die ursprünglich zugesagte Privatfinanzierung des Semmering-Basistunnels nicht nur in weite Ferne gerückt ist, sondern wahrscheinlich überhaupt niemals realisierbar ist. Die Steuerzahler werden voll zur Kasse gebeten. So wurde nun
bereits zum wiederholten Mal die groß angekündigte
Verlautbarung der Bieterkonsortien verschoben. Offensichtlich zweifeln jetzt auch schon die vehementesten Befürworter an der Sinnhaftigkeit dieser Pleiteröhre, stellte heute LAbg. Sepp
Prober fest.****

Der Semmering-Bahntunnel ist das unnötigste Prestigeprojekt dieses Jahrhunderts und geht zulasten von 200.000 niederösterreichischen Pendlern. Wenn die 20 milliardenschwere Röhre tatsächlich in den Semmering getrieben wird, sind
wichtige Nahverkehrsprojekte zum Scheitern verurteilt. Das Land Niederösterreich und unzählige namhafte Experten haben nachgewiesen, daß es Alternativen zu diesem, mehr als nur bedenklichen Projekt gibt. So kann die alte Ghegastrecke mit
einem Zehntel der Kosten saniert werden. Danach wäre der Gütertransport für die nächsten Jahrzehnte mehr als nur gesichert, so Prober weiter.

Besonders bedenklich am Verhalten der unverbesserlichen Tunnelbefürworter ist, daß sie jetzt versuchen mit juristischen Winkelzügen über das Land und die Natur drüberzufahren. Die VP Niederösterreich mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll an der Spitze, wird weiter gegen diesen Eisenbahntunnel kämpfen und
sich damit für die Interessen der Steuerzahler und Pendler einsetzen, schloß Prober.

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