Vladyka: VP negiert vollkommen den Bedarf an Kleinkinderbetreuungseinsrichtungen

Konservative Familienpolitik bestraft berufstätige Frauen

St. Pölten, (SPI) - "Die Niederösterreichische ÖVP ist wohl weiter auf den Applaus konservativer Kirchenkreise aus, wenn sie weiter deren Denkungsweise in der Kinder- und Famlienpolitik im Land zum Durchbruch verhelfen will. Würden unter dieser wohl gesteuerten Kampagne der VP nicht tausende berufstätige Frauen und ihre Familien leiden, könnte man dies als "letztes Aufbäumen konservativer Wertvorstellungen - Frau zurück an den Herd" abtun", stellte heute SP-Labg. Christa Vladyka fest.****

Die aktuellen Aussagen zeigen auch ganz deutlich, daß die VP NÖ -entgegen Forderungen der Bevölkerung und der Gemeinden - weiter ihre Politik der Negierung des Bedarfes an Kleinkinderbetreuungseinrichtungen verfolgt. "Diese ÖVP Argumentation zielt eindeutig auf eine politische Bevorzugung der Tagesmütter (das NÖ Hilfswerk ist in schwarzer Hand) und auf die Bestrafung berufstätiger Frauen ab", stellte bereits in einer Aussendung vom 17. April 1996 (OTS0040) die damals noch den Liberalen NÖ zugehörige Labg. Désirée Dorfmeister-Stix fest. "Dieser Aussage können sich auch die NÖ Sozialdemokraten in vollem Umfang anschließen", stellt Vladyka fest.

In vielen Gemeinden - vor allem im städtischen Raum - ist es nur sehr schwer möglich, eine ausreichende Anzahl von Tagesmüttern zu bekommen. Kann der Bedarf also nicht abgedeckt werden, bleibt den Gemeinden nur ein Weg offen - in Eigenregie für die Kleinkinderbetreuung vorzusorgen. Angesichts der bisher geübten Vorgangsweise erfolgt dies ohne finanzielle Unterstützung durch
das Land Niederösterreich, deren Beamten offenbar die
konservativen Zielsetzungen der VP NÖ willfährig verfolgen. "Die Probleme der Mütter und ihrer Familien sind der VP offenbar egal -diese Politik offenbart hinlänglich das Beharren der VP auf das Mindestalter von 3 Jahren. Die NÖ Sozialdemokraten werden sich jedenfalls für ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Betreuungsmöglichkeiten einsetzen, ohne auf politische Einflußsphären und deren wirtschaftliche Bedeutung zu schielen", stellt SP-Labg. Christa Vladyka abschließend fest.
(Schluß) fa

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200Landtagsklub der SPÖ NÖ

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN