ÖBB: Keine Aufnahme von Mitarbeitern

Forderung der Eisenbahnergewerkschaft völlig ungerechtfertigt

Wien (OTS) - "Die Forderung der Eisenbahnergewerkschaft ist völlig ungerechtfertigt und lenkt von tatsächlichen Problemen ab", reagierte ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler auf die Forderung der Eisenbahnergewerkschaft nach Neuaufnahme von mindestens 2000 Mitarbeitern. Seit Wochen verhindere die Gewerkschaft die Zustimmung zu sinnvollen Dienstplänen und damit eine vom ÖBB-Vorstand beabsichtigte Gleichverteilung der Arbeit im Unternehmen.

Die Überstunden und Urlaubsreste wären damit leicht ausgleichbar, erklärte Draxler. Derzeit gebe es zahlreiche Mitarbeiter, die nicht einmal die vorgeschriebene Dienststundenanzahl erreichen, während andere Gruppen Überstunden als Bestandteil ihres Gehaltes sehen.

Die hohe Zahl an Überstunden stelle zum Teil auch eine Taktik der Gewerkschaft dar, um hohe Einkommen zu erreichen - wie zum Beispiel bei den Zugbegleitern. Eisenbahnergewerkschafts-Chef Gerhard Nowak ist ja bekannt, daß er damit bestimmten Gruppen von Zugbegleitern Einkommen sichert, die deutlich über 500.000 und bei Spitzengehältern zwischen 700.000 und 900.000 Schilling jährlich liegen. "In der freien Wirtschaft versteht das sicher niemand", so Draxler.

Das ÖBB-Management muß auch aus der Sicht der Gerechtigkeit für eine Umverteilung der Arbeit im Unternehmen kämpfen. "Wir sind auch dem Steuerzahler gegenüber verpflichtet und wenn überall vom Sparen gesprochen wird, gilt das auch für unsere Gewerkschaft", betonte Draxler. "Jedem im Unternehmen ist bekannt, daß wir weiter rationalisieren müssen und nicht auf Grund von Dienstplanblockaden weitere Mitarbeiter aufnehmen können und damit das Unternehmen vom Restrukturierungskurs wieder ins Defizit treiben."

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