Blochberger: Berger-Deponie wird zügig geräumt

40 Prozent des Volumens bereits abtransportiert

St.Pölten (NLK) - Rund 900.000 Tonnen Abfälle, vom Haus- und Gewerbemüll bis zum Sonderabfall, lagerten vor Beginn der Räumung in der Berger-Deponie in Wei-kersdorf bei Wiener Neustadt. Mittlerweile wurden bereits 377.000 Tonnen oder 40 Prozent
geräumt, berichtete heute Landesrat Franz Blochberger bei einem Lokalau-genschein in der Deponie. "Die Räumung erfolgt sehr zügig und unter den besten technischen Voraussetzungen", zog der Umwelt-Landesrat eine Zwischenbilanz. Er verwies auch darauf, daß durch die Räumung keine Belastung des Grundwassers erfolgt, wie die regelmäßig erfaßten Meßergebnisse von Sonden beweisen. Auch be-stünde keine Gefahr für die Wasserversorgungsanlagen der Umgebung. Zu 50 Pro-zent werde das geräumte Material einer Wiederverwertung zugeführt. Nur 120 Tonnen von den insgesamt 377.000 Tonnen, die bisher aus der Deponie entfernt wurden, sei-en Sonderabfall. Heute und gestern wurden in der Berger-Deponie weitere 125 Fäs-ser gefunden, die zum Teil mit Lacken, Lösungsmitteln, Destillationsrückständen und ähnlichen Substanzen gefüllt waren, also Sondermüll, der in den EBS in Wien ent-sorgt wird. Insgesamt barg man in der Deponie mittlerweile rund 1.200 Fässer. Bloch-berger zeigte sich auch zuversichtlich, daß die Zeitvorgabe für den Abschluß der Räumung - Ende 1998 bis Mitte 1999 - eingehalten wird.

Die Berger-Deponie ist eine frühere Schottergrube, die mit Abfall verschiedenster Art gefüllt, sieben Hektar groß und bis zu 20 Meter tief ist. Die deponierten Abfallstoffe reichen von Hausmüll über Aluschlacke bis zu Metallteilen, aber auch Bauschutt wur-de gefunden. Die von der Bezirkshauptmannschaft Wiener
Neustadt im Auftrag der Republik Österreich eingeleitete Zwangsräumung wird seit 28. Oktober 1996 durchge-zogen.

Blochberger urgierte bei einer Pressekonferenz auch eine Änderung des Altlasten-sanierungsgesetzes, um wirkungsvoller eingreifen zu können. Von der Fischer-Deponie in Theresienfeld
gehe keine Gefährdung für das Grundwasser aus, antworte der Umwelt-Landesrat auf Fragen der Journalisten. Die
Sperrbrunnenkette würde ih-ren Zweck erfüllen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK