Agenda 2000 - EU-Osterweiterung nicht auf Kosten der NÖ-Landwirte

EU-Kommissionär Fischler darf angehalten werden, entsprechende Änderungesvorschläge der Landwirtschaft zu berücksichtigen

St. Pölten, (SPI) - "Derzeit enthält die sogenannte Agenda 2000 betreffend der Reform der Agrarpolitik mehr Negatives als
Positives - die geplante EU-Osterweiterung dürfe keinesfalls zu Lasten der Landwirtschaft gehen", stellt der Agrarsprecher der NÖ-Sozialdemokraten, Labg. Adolf Schütz fest. In der vorliegenden Fassung hätten die Landwirte nicht nur gravierende Einkommensverluste zu erwarten, es gibt im wesentlichen auch keine Initiativen in Richtung Sicherung der Versorgung, Förderung der Qualität, Ökologisierung der Landwirtschaft und der verstärkten Förderung von Problemzonen. "Das Vorhaben, die Garantiepreise für Rindfleisch, Getreide, Milch bzw. Butter um bis zu 30 Prozent zu senken, kann doch nicht als der Weisheit letzter Schluß einer tragfähigen und innovativen Agrarreform sein", so Schütz.****

Die Erzeugerpreise sind für die Bauern seit dem EU-Beitritt
ohnehin drastisch gesunken - obwohl die Qualität heimischer Produkte im Europavergleich überdurchschnittlich gut liegt. Es ist daher nicht einzusehen, daß seitens Brüssel und Kommissionär Fischler wieder eine drastische Erzeugerpreissenkung geplant wird. "Angesichts der angespannten Finanzlage der Union kann nicht angenommen werden, daß die dafür im Gegenzug vorgesehenen Ausgleichszahlungen einen entsprechenden Ausgleich schaffen
können. Die heimische Landwirtschaft leistet eine wertvolle Arbeit und diese muß durch leistungsgerechte Preise für landwirtschaftliche Produkte anerkannt werden. Die geplante EU-Osterweiterung dürfe keinesfalls auf Kosten der Landwirtschaft finanziert werden", stellt Labg. Schütz abschließend fest. (Schluß) fa

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