Biotop-Pflege, Nutzungsentgang: 1996 17,6 Millionen S ausgezahlt

Wagner: Landwirte sind wichtige Partner des Naturschutzes

St.Pölten (NLK) - "Wer erhaltenswerte Biotope vor der
Vernichtung bewahren will, darf sich nicht darauf beschränken,
noch ursprünglich gebliebene Flächen zu Natur-schutzgebieten zu erklären. Wir müssen vielmehr auch aktive Pflegemaßnahmen durchziehen, um diese Bereiche für die kommenden Generationen zu bewahren. Hier sind die Landwirte unsere idealen Partner", verwies heute Landesrat Ewald Wagner auf die Tatsache, daß nicht nur die Entschädigungszahlungen des Landes für die Ein-schränkung der Nutzung, sondern auch die Ausgaben für die fachkundige Betreuung von Biotopen stetig steigen. Im Jahr 1995 wurden 2,135.898
Schilling für 25 Natur-schutzgebiete und Naturdenkmäler ausgegeben. 1996 waren es 17,612.108 Schilling, wovon allerdings 15,293.000 Schilling allein auf Entschädigungszahlungen für einen Teilbereich des Naturschutzgebietes Thayatal entfielen, das zur Kernzone des künfti-gen Nationalparks gehört. In diesen Summen sind Abgeltungen für den Verzicht auf Nutzung enthalten, aber
immer wieder auch Entschädigungen für Pflegemaßnahmen, wie beispielsweise das einmalige Mähen einer Feuchtwiese zum richtigen Zeitpunkt, um bestimmte Brutplätze oder seltene Blütenpflanzen zu schützen. "Zu den Mitteln, die aus dem Naturschutzbudget des
Landes bezahlt werden, kommen aber noch die Leistungen aus dem Landschaftsfonds, die für die Pflege von Biotopen ausgezahlt werden, wobei nach genau festgelegten Programmen vorgegangen
wird." Als ein Bei-spiel für ein derartiges Pflegekonzept nannte Wagner die Felssteppen des Eichkogels bei Mödling mit ihren artenreichen Halbtrockenrasen und den trockenen Laubwäldern, die seltensten Pflanzen und Tierarten einen jetzt nicht mehr bedrohten Lebensraum bieten.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK