35 Jahre Personalvertretung im NÖ Landesdienst

Starkes Bekenntnis LH Prölls zur Landesverwaltung

St.Pölten (NLK) - "35 Jahre Arbeit für die NÖ
Landesbediensteten bedeuten gleich-zeitig auch 35 Jahre Arbeit für das Land Niederösterreich" Diese positive Wertung der Zentralpersonalvertretung des NÖ Landesdienstes stellte Landeshauptmann Dr. Er-win Pröll an die Spitze seines Statements
im Rahmen der Feier zum 35jährigen Be-stand dieser Institution. Sein Verhältnis zur Personalvertretung sei stets von gegen-seitiger Achtung und Verständnis getragen gewesen. Er hob auch einen Rollenwan-del der Personalvertretung gegenüber den Anfangsjahren hervor, in denen es zu-nächst um die wirtschaftliche und soziale Absicherung der Landesbediensteten ge-gangen war. Sie sei jetzt maßgeblich daran beteiligt, daß sich die öffentliche Verwal-tung in Niederösterreich als echte Serviceeinrichtung für den Landesbürger verstehe. Dies sei jetzt, am Beginn einer neuen Epoche und an einem neuen Ort, von ganz be-sonderer Bedeutung. Allerdings würden diesem Bemühen durch eine Gesetzesflut Grenzen gesetzt. Er trete dafür ein, den Personalvertretungen schon bei
der Geset-zeswerdung im Hinblick auf die Vollziehbarkeit
Mitsprache einzuräumen.

Scharf wandte sich Pröll gegen die "Neidgenossenschaft", die sich derzeit gegen die Beamtenschaft verschworen hätte. Tausende Angehörige des öffentlichen Dien-stes seien bereit, im Dienst an den Mitmenschen ihr Leben aufs Spiel zu setzen. "Da stelle ich
mich in eine Reihe mit den Personalvertretern", stellte sich Pröll schützend vor die Beamtenschaft. "Pauschalverdächtigungen kann ich nicht dulden. Ich bin nicht bereit, zuzulassen, daß die Beamtenschaft denunziert wird", meinte Pröll. Er sei gerne bereit, auch auch weiterhin gute Leistung mit gerechter Entlohnung zu honorieren.

Die fünf bisherigen ZPV-Obmänner stellten sich im Rahmen einer Talk-Show dem Interviewer: Der erste Obmann Dr. Alexander Mayer (1962 bis 1966) nach der auf Grund des "Figl-Erlasses" erfolgten Konstituierung der Personalvertretung hatte zu-nächst mit der Verbesserung des wirtschaftlichen und sozialen Status der Landesbe-diensteten zu tun. Sein Nachfolger war Siegfried Ludwig (1966 bis 1968), der spätere niederösterreichische Landeshauptmann und "Vater" der Landeshauptstadt. In der Amtszeit von Dr. Robert Lichal (1968 bis 1986), des späteren Verteidigungsministers, wurde das NÖ Personalvertretungsgesetz beschlossen. Lichal führte auch viele Ak-tivitäten sportlicher und kultureller Natur für den Landesdienst ein. Gerhard Böhm (1986 bis 1992), derzeitiger Klubobmann der NÖ Volkspartei im NÖ Landtag, bereite-te die Übersiedlung des NÖ Landesdienstes nach St.Pölten vor und setzte sich für die Dezentralisierung ein. Karl Litschauer (1992 bis
1997) war besonders mit der Über-siedlung und der Reform des NÖ Landesdienstes konfrontiert. Er verhandelte die Einführung der Wieselbusse und wirkte an zahlreichen Strukturmaßnahmen mit.

Der neue ZPV-Obmann Dr. Hans Freiler bezeichnete als
vorrangiges Ziel der Per-solnalvertretung, sowohl für zufriedene Landesbürger als auch für zufriedene und motivierte Mitarbeiter zu sorgen. Er wandte sich gegen das derzeitige "mediale
Trommelfeuer", das einer wirklichen Motivation der Beamten völlig abträglich sei. Das Schlagwort "Privatisierung" gehe oft in die falsche Richtung: Privatunternehmen seien bestrebt, sich jene Verwaltungsbereiche zu holen, die positiv bilanzieren. Das Unan-genehme bleibe im Öffentlichen Dienst. Die Verwaltung sei sehr
wohl bereit, an der Modernisierung mitzuwirken und neue Methoden mitzutragen. Sie stimme aber Per-sonalverlagerungen nur zu, wenn diese wirklich nachvollziehbar seien. Freiler forder-te angesichts des Wirtschaftswachstums auch für die Beamtenschaft einen angemes-senen Teil. Ihm gehe es darum, die veröffentliche Meinung über den öffentlichen Dienst zu korrigieren, denn dieser trete ein für eine bessere Verwaltung, für eine bes-sere Ausbildung und für ein besseres Bürgerservice ein und sei auch an einem bes-seren Image interessiert.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2174

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK