ARGE Donauländer tagte in Odessa

LHStv. Prokop: Regionalismus wirksam fördern

St.Pölten (NLK) - Am Freitag, 10. Oktober, tagte in Odessa die
8. Konferenz der Regie-rungschefs der ARGE Donauländer. An der Spitze der niederösterreichischen Delegation stand Frau Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop, die in ihrer
Eigenschaft als Vi-zepräsidentin der Versammlung der Regionen Europas (VRE) die gute Zusammenarbeit zwischen beiden
Organisationen besonders im Hinblick auf die Förderung des Regiona-lismus hinweisen konnte. Die Arbeitsgemeinschaft unterstützt die von der Hauptversamm-lung der VRE im letzten Jahr beschlossene Erklärung zum Regionalismus, die sehr weit-gehenden Forderungen zur Durchsetzung des Subsidiaritätsprinzips, vor allem auch für die Regionen in den Oststaaten stellt.

Breiten Raum nahm auch die Diskussion über die Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Donauländer am Förderungsprogramm der Europäischen Union INTERREG II C ein. Ziel dieses Programmes der vier EU-Mitgliedstaaten Österreich, Deutschland, Italien und Griechenland ist es, unter anderem im Donau- und Südosteuropäischen Raum die vertief-te Zusammenarbeit der Donau-Anrainerstaaten auch im Hinblick auf eine EU-Osterweiterung zu fördern und gemeinsam zu nutzen. Von großem Vorteil sind dabei die umfangrei-chen Vorarbeiten der Arbeitskreise der Arbeitsgemeinschaft, die bereits konkrete Projekte zur Förderung einreichen können. Beispielhaft ist hier das von dem von Niederösterreich geleiteten Arbeitskreis Kultur und Wissenschaft vorbereitete Projekt "Kulturstraße Donau". Neben einer
thematischen Karte werden zahlreiche Veranstaltungen und Seminare ange-boten werden, die insbesondere die wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit im Donauraum zum Inhalt haben werden.

Ein weiteres interessantes Projekt stellt die Fortsetzung der Verkehrsstudie dar, die in ihrer zweiten Phase eine genaue Analyse der Verkehrsprobleme im Donaubereich durchführen wird. In einer dritten Phase soll ein Verkehrskonzept erstellt werden.

Die 8. Konferenz der Regierungschefs der Arbeitsgemeinschaft Donauländer hat auch den Auftrag gegeben, im Sinne der Gemeinsamen Erklärung der Arbeitsgemeinschaft Donauländer zu einem informellen Treffen der verschiedenen Institutionen und Program-me, die sich
mit der Entwicklung des Donauraums beschäftigen, einzuladen.

Ziel ist es, Parallelarbeiten und unnötige Kokurrenzsituationen sowie den Verlust von möglichen Synergieeffekten zu vermeiden.

Sehr positiv nahmen die Regierungschefs den Bericht über den Abschluß der Arbeiten an der Erstellung der Donaucharta des Europarates zur Kenntnis. Die Arbeitsgemein-schaft hat durch ihre Stellungnahmen wesentlichen Einfluß auf den Entwurf dieses Doku-ments, das derzeit vom Ministerkomitee des Europarates beraten
wird, genommen.

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