Wirtschaftsmission nach Südostasien erfolgversprechend

Destinationen: Malaysia, Indonesien, Philippinen - trotz Währungsturbulenzen Hoffnungsmärkte für Österreichs Exporte

Wien (PWK) - Am Sonntag, den 12. Oktober, brachen 26 heimische Unternehmen im Rahmen einer Wirtschaftsmission der Wirtschaftskammer Österreich nach Südostasien auf. "Bis zum 19. Oktober werden wir in Malaysia, Indonesien und auf den Philippinen mit Unternehmern und Politikern zusammentreffen und uns für eine Vertiefung der Handelsbeziehungen mit Österreich einsetzen", erklärte Egon Winkler, Direktor für Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich und Leiter dieser Asien-Mission. Haben die gegenwärtigen Währungsturbulenzen in Südostasien auch die wirtschaftliche Dynamik in Malaysia, Indonesien und auf den Philippinen etwas gebremst, zählen diese Länder langfristig dennoch zu den wichtigen Hoffnungsmärkten der österreichischen Exportwirtschaft. "Bei Investitionen erweisen sich die niedrigeren Devisen- und Börsenkurse sogar als Vorteil", so Winkler. ****

Der Themenschwerpunkt der Wirtschaftsmission liegt bei Maschinen, Industriebedarf, Infrastruktur und Technologietransfer. Im ersten Halbjahr 1997 entwickelten sich Österreichs Exporte nach Malaysia und Indonesien, die sich zum Großteil auf diese Bereiche konzentrieren, durchwegs positiv.

Nach Malaysia nahmen die Exporte gegenüber dem Vergleichszeitraum 1996 um 40,4 Prozent zu und betrugen heuer für die ersten sechs Monate 540,4 Millionen Schilling. Hingegen blieben die Importe aus Malaysia mit einem Zuwachs von 12,1 Prozent deutlich hinter der Exportsteigerung zurück, was sich zugunsten des österreichischen Handelsbilanzdefizits mit Malaysia auswirkt. "Sowohl Einfuhren als auch Ausfuhren werden zu mehr als 60 Prozent in den Sektoren Maschinen und Transportausrüstungen abgewickelt", berichtet Hartwig Seuchter, Handelsdelegierter der Wirtschaftskammer Österreich in Kuala Lumpur, "wobei aus Malaysia neben traditionellen Rohstofflieferungen wie Palmöl, Rohkautschuk, Holz und Kakao, insbesondere auch elektrische und elektronische Produkte eingeführt werden". Österreich liefert neben Maschinen auch Anlagegüter.

Der österreichische Exportanstieg nach Indonesien betrug für heuer im ersten Halbjahr 9 Prozent. Den Exporten für diesen Zeitraum in der Höhe von 1,3 Milliarden Schilling stehen Importe von 688,6 Millionen gegenüber. Die Handelsbilanz gestaltet sich für Österreich also äußerst positiv und wurde durch den Rückgang der indonesischen Importe um 8,7 Prozent in der ersten Jahreshälfte weiter ausgebaut. "Die Exportmöglichkeiten dürften sich auch - soweit vorerst absehbar - durch die momentane Wirtschaftskrise nicht wesentlich verschlechtern", zeigt sich Oskar Andesner von der österreichischen Außenhandelsstelle in Jakarta optimistisch.

Die Exportstruktur österreichischer Waren nach Indonesien konzentriert sich seit Jahren auf zwei Sektoren: "Maschinen und Fahrzeuge" und "bearbeitete Waren". Gute Chancen räumt Andesner österreichischen Firmen weiterhin in diesen Branchen ein, "aber auch im Gesundheits- und Ausbildungswesen sowie bei Infrastrukturprojekten kann Österreich punkten". Projekte in den Bereichen Gesundheit und Ausbildung werden in Indonesien künftig auch besonders gefördert werden.

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