Böhm: Auflösung des Finanzamtes Wien-Umgebung ist bürgerfeindlicher Akt

Niederösterreich, 11.10.97 (NÖI) Klubobmann Gerhard Böhm kritisierte heute erneut die von Finanzminister Edlinger
geplante Schließung des Finanzamtes Wien-Umgebung auf das Schärfste. So ist die Auflösung dieses Finanzmantes ein bürgerfeindlicher Akt. So dürfe diese so gut funktionierende Einheit nicht zerschlagen werden.****

Die von Edlinger geplante Zuordnung des Finanzamtes auf vier verschiedene würde nicht nur die Identität des politischen Bezirkes Wien-Umgebung zerschlagen, sondern auch eine
zusätzliche Belastung für den Steuerzahler in Millionenhöhe bedeuten. Es müßten nämlich für die, immerhin 110 Bediensteten des Finanzamtes Wien-Umgebung in ihren neuzugeteilten
Finanzämtern zusätzliche Räumlichkeiten geschaffen werden. Bei den betroffenen Finanzämtern (St. Pölten, Bruck/Leitha,
Korneuburg und Tulln) reicht der Platz nämlich oft gerade noch
für den momentanen Personalstand. So müßte etwa bei der
geplanten Zuteilung von Klosterneuburg (25.000 Einwohner) nach
Tulln (...über 63.000 Einwohner) das Finanzamt Tulln um fast
die Hälfte vergrößert werden, damit der Raumbedarf gedeckt ist, so der Klubobmann weiter.

Böhm forderte den Finanzminister auf, von seiner unsinnigen
Idee Abstand zu nehmen und keinen Akt von Bürgerfeindlich zu setzen.

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