Frächter gegen Fahrverbot im Innviertel und auf Phyrnpaßstraße

Resolution gegen Fahrverbot für Lkw über 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht auf B 137 und B 138 verabschiedet

Wien (PWK) - Der Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich spricht sich mit allem Nachdruck namens der österreichischen Transporteure gegen das Vorhaben der oberösterreichischen Landesregierung aus, auf der B 137 Innviertler Straße im gesamten Verlauf und auf der B 138 Phyrnpaßstraße zwischen Wels und Sattledt Fahrverbote für LKW über 7,5 t höchstem zulässigen Gesamtgewicht zu erlassen. ****

"Seitens der Oberösterreichischen Landesregierung wurden keine exakten Verkehrszählungen vorgelegt, die auch nur annähernd eine auf konkreten Zahlen beruhende Abschätzung der derzeitigen Verkehrssituation zulassen" stellt Fachverbands-Geschäftsführer Rudolf Bauer fest. Folglich sei auch keine Abschätzung der Effektivität der Fahrverbote möglich. Die vorgesehenen Ausnahmen für den Ziel- und Quellverkehr sind im österreichischen Verkehrsrecht nicht definiert, womit der Verordnung in diesem Punkt die Rechtsgrundlage fehlt.

Durch die Fahrverbote würde entsprechend dem vorliegenden Entwurf nicht nur der internationale Transitverkehr, sondern im weitaus größeren Maß der regionale Wirtschaftsverkehr betroffen sein. Zahlreichen Betrieben drohen im örtlichen und regionalen Wirtschaftsverkehr Umwegfahrten im Ausmaß bis zum Doppelten der bisherigen Wege.

Durch die erzwungenen Umwegfahrten entstehen nicht nur der heimischen Wirtschaft unzumutbare zusätzliche Kosten - darüberhinaus verdoppelt sich auch die Umweltbelastung durch vermehrte unnötige Abgasentwicklungen. Bei bestimmten regionalen Wirtschaftsverkehren führt die Verkehrsverlagerung, zum Beispiel auf ein niederrangiges Straßennetz oder durch Umwege, zu wesentlichen zusätzlichen Belastungen von Anrainern anderer Straßen. Durch die zu erwartende Publizität der Fahrverbote ist ein politischer Druck in anderen Gebieten Österreichs für eben solche scheinbar lokalen Fahrverbote zu erwarten. Damit wird eine rationelle Verkehrsorganisation mit dem Ziel kürzester Strecken und aufgefächerter Verkehrsströme unmöglich.

Der Fachverband spricht sich daher auf der Basis dieser und noch weiterer Argumente gegen die geplante Maßnahme aus und schlägt vor, die Stauentwicklung beim Autobahngrenzübergang Suben in Fahrtrichtung Deutschland zu vermindern. Hier hat der oberösterreichische Landeshauptmann Dr. Pühringer bereits eine Investition in neue Bürocontainer zugesagt, die einen auch noch vor dem Inkrafttreten der Schengen-Grenzerleichterungen staufreien Grenzübertritt erwarten lassen. Kaum ein LKW wird mehr im internationalen Transit die Bundesstraße benützen, wenn der Grenzübergang staufrei ist.

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