Reiches Ausstellungsjahr 1998 in Niederösterreich:

Landesausstellung mit Frauenthema, Ägypten auf der Schall- aburg

St.Pölten (NLK) - Dem neuen Rhythmus entsprechend, gibt es 1998
in Niederöster-reich wieder ein großes Ausstellungsjahr: Gezeigt wird eine NÖ Landesausstellung zum Thema "aufmüpfig und angepaßt -Frauenleben in Österreich" im Schloß Kirch-stetten in Neudorf bei Staatz und "Ägypten - Spätantike und Christentum am Nil" auf der Schallaburg. Für beide Ausstellungen beschloß der NÖ Landtag gestern, 9. Okto-ber, die Landeshaftung, insgesamt liegt die Summe bei 400 Millionen Schilling.

Das Thema "aufmüpfig und angepaßt - Frauenleben in Österreich" wird erstmals im Rahmen einer Landesausstellung behandelt. Was berühmte Frauen in der Vergan-genheit bis herauf zur Gegenwart wie beispielsweise Salome Alt, Alma Mahler-Werfel oder Erika Pluhar
und Annemarie Moser-Pröll gemeinsam haben und was sie von ih-ren Zeitgenossinnen unterscheidet, das wird in dieser Ausstellung in sehr ungewöhn-licher Weise beleuchtet. Versucht wird, das Frauenleben durch Geschichten von Frauen nachzuvollziehen. Jede Epoche hat ihre "aufmüpfigen" Frauen, die im Wider-spruch zu den von der meist durch Männer geprägten Gesellschaft gesetzten Regeln stehen.

Die wissenschaftliche Leitung der Landesausstellung hat Dr. Elisabeth Vavra vom Institut für mittelalterliche Realienkunde in Krems inne. Die Ausstellung wird vom 9. Mai bis 1. November 1998 gezeigt.

Bei der Ausstellung "Ägypten - Spätantike und Christentum am Nil", die vom 25. April bis 26. Oktober 1998 auf Schloß
Schallaburg zu sehen ist, wird das Thema des frühen Christentums
in Ägypten behandelt. Die ersten christlichen Gemeinden in Ägypten entstanden bereits im 1. Jahrhundert, die junge Religion fand
rasche Verbrei-tung vor dem Hintergrund der uralten pharaonischen Kultur, dessen religiöse Vorstel-lungen und Bilder teilweise im neuen Glauben weiterlebten. Die christliche Kunst be-diente sich
der byzantinischen Überlieferung. Die 500 Objekte dieser Schau, darunter auch eine Dokumentation österreichischer Grabungen im koptischen Kloster Abu Fa-no, waren schon als Wanderausstellung in Hamm, Mainz und München zu sehen. Die Ausstellung gibt seit 30 Jahren zum erstenmal wieder in Österreich einen umfassen-den Überblick über Kunst und Kultur des spätantiken und frühchristlichen Ägypten.

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