"Wirtschaftswunderland" Spanien: Ziel für WKÖ-Exportoffensive

Binnenmarkt wirkt sich voll aus - Österreich gewinnt Marktanteile - Wimi nach Madrid und Barcelona im November

Wien (PWK) - "Spanien ist als Zielmarkt für die österreichische Exportoffensive geradezu prädestiniert", erklärt Ernst Huber, Südeuropa-Referent der Wirtschaftskammer Österreich. Die Wirtschaft Spaniens boomt: für 1997 ist ein Wachstum von drei Prozent (eines der höchsten in der westlichen Welt) vorhergesagt. Fast drei Jahre nach Österreichs EU-Beitritt wirkt sich der Binnenmarktvorteil voll aus. Die weitgehende Privatisierung der staatlichen Betriebe hat diesen Sektor auch für ausländische Anbieter geöffnet. Um die heimischen Firmen verstärkt auf diese Chancen hinzuweisen, führt die WKÖ von 17. bis 19. November eine Wirtschaftsmission "Erstkontakte Industrie- und Handelsfirmen" nach Madrid und Barcelona. ****

Österreichs Lieferungen nach Spanien sind 1996 um 12 Prozent auf 13,6 Mrd.S angestiegen. Im ersten Halbjahr 1997 haben sie um weitere 17 Prozent zugelegt. Österreichs Wirtschaft hat sich damit auf dem spanischen Markt besser entwickelt als viele Mitbewerber und konnte sogar Makrtanteile dazugewinnen, freut sich Handelsdelegierter Walter Resl (Madrid).

Resl ist überzeugt, daß der Aufwärtstrend anhält. Das gegenseitige Firmeninteresse habe seit Österreichs Teilnahme am Europäischen Binnenmarkt stark zugenommen. Signifikant sei die steigende Zahl der österreichischen Investitionen in Spanien (vor allem von kleineren und mittleren Unternehmen). Der floriende spanische Fremdenverkehr erweist sich als besonders attraktiv für Zulieferungen aber auch für die Gründung eigener Betriebe.

Sehr zu begrüßen sei Spaniens Absicht, an der Wirtschafts- und Währungsunion teilzunehmen, betont Resl. Der Wegfall des Wechselkursrisikos werde sich stabilisierend auf die Handelsbeziehungen auswirken.

Rückfragen & Kontakt:

WKÖ, AW-Abt.
Tel: 50205/DW 4413

Dr. Ernst Huber

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK