Vor der Ministerratssitzung am Freitag: Pensionskompromiß in Sicht?; GPA-Chef Sallmutter: Reform könnte bei völliger Gleichstellung der Beamten stehen.

Vorausmeldung zu News Nr. 41/97 (9.10.1997)

Wien (OTS) - Vor der über die geplante Pensionsreform entscheidenden Sitzung des Ministerrats am Freitag zeichnet sich nach Kontakten zwischen Regierungs- und Gewerkschaftsvertretern ein Kompromiß ab, berichtet das morgen erscheinende Nachrichtenmagazin News.

Der Chef der größten Einzelgewerkschaft des ÖGB, der GPA (Gewerkschaft der Privatangestellten), Hans Sallmutter, im Gespräch mit News: "Wir brauchen, um von unseren Mitgliedern im ÖGB weiter akzeptiert zu werden, eine deutlich sichtbare Angleichung zwischen den Beamtenpensionen und den ASVG-Rentnern. Es kann nicht sein, daß die Beamten mit 15 Jahren Durchrechnung davonkommen, während bei den ohnehin schlechter gestellten anderen Arbeitnehmern 20 Jahre kommen." News berichtet weiter von einem sonntägigen Geheimtreffen im "kleinsten Kreis", das folgendes Kompromißkonzept erbracht habe:

o Die Vollausbaustufe der Reform wird für ASVG und Beamte auf 2017 verschoben. Zu diesem Zeitpunkt sollen bei der Berechnung der Pensionshöhe sowohl für Beamte als auch für ASVG-Pensionisten die besten 15 Einkommensjahre bei Alterspensionen und die besten 20 Jahre bei Frühpensionen herangezogen werden.

o Statt der Verlängerung der Durchrechnung im ASVG von drei Monaten jährlich, ab 2003 vier Monaten, jährlich, wird bis 2017 der Durchrechnungszeitraum pro Jahr nur um drei Monate steigen.

o Knalleffekt für die Beamten, die schon die geplante Durchrechnung von 11,25 bzw. 15 Jahren ab 2012 ablehnten: Bei Ihnen geht die Reform ebenfalls bis 2017 weiter - zumindest was die Berechnungsgrundlage für ihre Pension betrifft, werden sie alle Privilegien verlieren.

News weiter: "Dort werden bis November - und dafür existieren fixe Zusagen Klimas und Schüssels - die letzten Details bei den Abschlagzahlungen für Frühpensionen (länger Versicherte und Frauen sollen nicht so hart getroffen werden) bei der Gleitpension und vor allem bei den Beamten ausverhandelt werden."

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