Interunfall im ersten Halbjahr 1997 ertragsstark

Wien (OTS) - Attraktive Rendite prolongiert Interesse an Lebensversicherungen gegen Einmalerlag. Wettbewerbsbedingte Prämienreduktionen in KFZ-Sparten bremsen Gesamtprämienentwicklung. Moderate Schadenentwicklung und Senkung der Betriebskosten sowie Verbesserung des Finanzergebnisses werden Dividendenkontinuität ermöglichen.

Die Deregulierung des Versicherungsmarktes und die damit verbundene Verschärfung des Wettbewerbes haben sich 1997 auf die Prämieneinnahmen in den KFZ-Sparten ebenso ausgewirkt, wie ein Rückgang von rund 14% bei den KFZ-Neuzulassungen. Die Interunfall Versicherung AG konnte sich als eines der führenden österreichischen KFZ-Versicherungsunternehmen dem Trend sinkender Durchschnittsprämien nicht entziehen und verzeichnet in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in der KFZ-Haftpflichtversicherung einen Prämienrückgang von 4,7% und in der Kaskoversicherung ein Minus von 1,9%. Prämiensteigerungen in der Unfallversicherung (+3,1%), Haushalt- und Rechtsschutzversicherung (+4,1% bzw. +3,7%) führten im Schaden/Unfallbereich insgesamt zu Prämieneinnahmen im direkten Versicherungsgeschäft von knapp 4,86 Mrd. ATS/352,69 Mio. EUR1 (im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 4,93 Mrd. ATS/357,76 Mio. EUR).

Die Lebensversicherung gegen laufende Prämienbeiträge konnte, trotz der in den vergangenen Monaten heiß geführten öffentlichen Diskussion um die Pensionsreform, nur um 1,2% gegenüber 1996 zulegen und beläuft sich per Ende September 1997 auf 963,5 Mio. ATS/69,92 Mio. EUR, was zum Teil auch auf verstärkte Abläufe von Lebensversicherungsverträgen zurückzuführen ist. Wider Erwarten kam es trotz der seit 1. Juni 1996 bestehenden Änderung der Besteuerung von Lebensversicherungen gegen Einmalerlag mit Laufzeiten von weniger als 10 Jahren auch heuer noch zu beachtlichen Abschlüssen im Ausmaß von 335,7 Mio. ATS/24,36 Mio. EUR (1996 waren es rund 2,4 Mrd. ATS/174,17 Mio. EUR). Der Hauptgrund liegt in der derzeit vergleichsweise guten Rendite. Insgesamt konnten in der Sparte Lebensversicherung 1,30 Mrd. ATS/ 94,34 Mio. EUR an Prämieneinnahmen erzielt werden. In der Krankenversicherung schlugen sich erwartungsgemäß die an die Versicherten weitergegebenen Preisvorteile der neuen Mehrwertsteuerregelungen für Ärzte und öffentliche Gesundheitseinrichtungen mit einem Prämienrückgang von 2,7% auf 289,6 Mio. ATS/21,02 Mio. EUR nieder. Im September 1997 wurden aufgrund der außerordentlich guten Geschäftsergebnisse 1996 erstmals Gewinnbeteiligungen in Höhe von drei Monatsprämien - insgesamt 84 Mio. ATS/6,10 Mio. EUR - an die Versicherungsnehmer ausbezahlt.

Sieht man vom Einmalerlagsgeschäft ab, so liegen die Gesamtprämieneinnahmen der Interunfall Versicherung AG per Ende September mit 6,1 Mrd. ATS/442,67 Mio. EUR über dem Prämienniveau von 1995.

Der Vorsitzende des Vorstandes der Interunfall Versicherung AG, Kommerzialrat Josef Svoboda, rechnet für das Geschäftsjahr 1997 insgesamt mit einem Prämienvolumen von 8,5 Mrd. ATS/616,84 Mio. EUR. Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen möchte man an die Dividendenkontinuität der vergangenen Jahre in unveränderter Höhe (1996: 15% + 5% Bonus) anschließen. Dies ist nicht zuletzt der erfreulichen Entwicklung im nichtversicherungstechnischen Geschäft zuzurechnen, wo allein im ersten Halbjahr 1997 die Kapitalerträge um 21,2% bzw. 174 Mio. ATS/12,63 Mio. EUR auf knapp 1 Mrd. ATS/72,57 Mio. EUR anstiegen. Darüber hinaus entwickelte sich der Schadenverlauf im ersten Halbjahr - auch durch das Ausbleiben von Großschäden - günstig.

1 100 EUR = 1378,00 ATS (Devisenmittelkurs vom 1.10.1997)

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