Devisenabwertung in Asien begünstigt Investitionen

Günther Graf: Asienfonds helfen österreichischen Exporteuren und Investoren das große Potential Asiens besser zu nützen

Wien (PWK) - "Auch wenn die vielgepriesenen asiatischen
Tigerstaaten in den letzten zwei Monaten etwas von ihrem Glanz verloren haben, wird Asien einer der bedeutendsten Zukunftsmärkte für Österreichs Wirtschaft bleiben", erklärte Günther Graf, Stv. Direktor für Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, anläßlich der Präsentation der neuen Asienfonds der Finanzierungsgarantie-Gesellschaft (FGG) heute Mittwoch, den 8. Oktober, im Haus der Wirtschaft. Österreichs Exporte werden zwar voraussichtlich etwas unter dem Sturz der Devisen- und Börsenkurse in Asien zu leiden haben, für Investitionen erweise sich diese Entwicklung aber aufgrund der bis zu 30 Prozent niedrigeren Kosten sogar als Vorteil. ****

Zahlreiche Wirtschaftsexperten sowie die Weltbank sind der Meinung, daß die asiatischen Turbulenzen die enorme Wachstumsdynamik der Region zumindest langfristig nicht in Frage stellen, zumal auch die Auswirkungen auf China und Hongkong nur minimal waren. "Die wirtschaftlichen Grunddaten Asiens sind verhältnismäßig stabil. Wir sind daher weiterhin optimistisch und werden unser möglichstes tun, um die österreichisch-asiatischen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu vertiefen", betonte Graf. WKÖ-Präsident Leopold Maderthaner drängte schon seit längerem auf die Gründung von Asienfonds, die nun von der FGG in Kooperation mit Bankpartnern mit einem Volumen von insgesamt 1 Mrd. Schilling vorbildlich entwickelt wurden. Vom 12. bis 19. Oktober 1997 wird die Wirtschaftskammer Österreich auch eine Wirtschaftsmission nach Malaysia, Indonesien und zu den Philippinen durchführen. 26 heimische Unternehmen haben sich dafür bereits angemeldet.

Österreichs Exporte nach Asien gestalten sich durchaus zufriedenstellend. 1996 stiegen diese um 8,2 Prozent und im ersten Halbjahr 1997 erneut um 11,2 Prozent. Da die Importe aus dem asiatischen Raum rückläufig sind, konnte auch das Handelsbilanzdefizit Österreichs verringert werden. Die österreichischen Marktanteile in Asien sind allerdings leicht gesunken. Eine "Exportoffensive" ist deshalb nach wie vor wichtig.

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Dkfm. Friedrich Kuen

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