"Sozialpartnergipfel" für König Albert II in der WKÖ

Königliches Interesse für Österreichs Sozialpartnermodell und Außenwirtschaftsförderung

Wien (PWK) - ACHTUNG!!!! S P E R R F R I S T 15:30 Uhr!!! ****

Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner war heute (Mittwoch) Gastgeber bei einem "außerordentlichen Sozialpartnergipfel", der auf Wunsch von König Albert II und im Beisein von Bundespräsident Thomas Klestil in der Wirtschaftskammer Österreich stattfand. Der belgische König informierte sich bei dem Gespräch, an dem auch die Sozialpartnerchefs Rudolf Schwarzböck, Herbert Tumpel und Günther Weninger (in Vertretung des verhinderten ÖGB-Präsidenten Verzetnitsch) teilnahmen, in erster Linie über das Modell der österreichischen Sozialpartnerschaft sowie über die Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ und ihren Beitrag zur österreichischen Exportoffensive.

Ein besonderes Interesse des Königs galt auch der Bewältigung der Arbeitslosigkeit, vor allem der Jugendarbeitslosigkeit, in Europa. "Welche Möglichkeiten sehen Sie um neue Arbeitsplätze - vor allem für junge Menschen - zu schaffen?", wollte er von den österreichischen Sozialpartnern wissen. Albert II zeigte sich unter anderem auch über die Vorzüge des Investitionsstandortes Österreich gut informiert und vergaß nicht auf die "österreichisch-belgische Erfolgsstory" Wienerberger-Keramik hinzuweisen.

Universitätsprofessor Werner Teufelsbauer gab einen umfassenden Überblick über die historische Entwicklung der österreichischen Sozialpartnerschaft und betonte deren neue Funktionen seit Österreichs EU-Mitgliedschaft.

"Die Mitwirkung der Sozialpartner an der Formulierung der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf europäischer Ebene erlangt immer größere Bedeutung", sagte Teufelsbauer. Der Beirat für Wirtschafts-und Sozialfragen spiele hier als "Think-Tank" eine zentrale Rolle. Seit dem EU-Beitritt habe die österreichische Regierung den Sozialpartnern das Recht auf Information und Begutachtung in allen europäischen Angelegenheiten eingeräumt.

Eine "Autonomie der Sozialpartner" wie sie im Vertrag von Maastricht eingeräumt wird, gebe es in Österreich schon lange, hob Teufelsbauer hervor. Dies gelte besonders für den Bereich des Arbeits- und Sozialrechts.

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Dr. Ernst Huber

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