Vorrang für Grenzregionen bei EU-Förderung

Gabmann für gemeinsame Initiative der betroffenen Länder

St.Pölten (NLK) - Mehr Unterstützung für die Regionen an der Außengrenze der Europäischen Union zu den Reformländern im Osten forderte Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann gestern beim Waldviertler Wirtschaftsgipfel in Heidenreichstein. Es sollte, so Gabmann, eine gemeinsame Initiative der betroffenen Länder gestartet wer-den, die zum Ziel hat, bei der bevorstehenden Neugestaltung der EU-Regionalförderung die wirtschaftlichen Probleme der Grenzlandregionen besonders zu berücksichtigen und spezielle Förderprogramme umzusetzen, damit die Grenzre-gionen wirtschaftlich nicht zurückfallen.

Gleichzeitig warnte Gabmann jedoch davor, durch spektakuläre Aktionen und unbe-dachte Äußerungen den Eindruck zu vermitteln, als sei das gesamte Waldviertel "zugenagelt" und eine Region ohne Hoffnung und Zukunftsperspektiven. "Wir dürfen bei allen Problemen nicht übersehen, daß es in dieser Region eine Vielzahl tüchtiger, lei-stungsfähiger und erfolgreicher Unternehmen mit tausenden Mitarbeitern gibt, die kei-ne Krise spüren und im Wettbewerb bestehen", betonte Gabmann. Auch die Zukunftschancen der Region seien intakt und würden teilweise erfolgreich verwirklicht. Dazu gehören insbesondere die Perspektiven des Waldviertels im
Tourismus als attraktive Erholungs- und Gesundheitsregion. Das Waldviertel schlechter zu machen als es ist, wäre kontraproduktiv.

Handlungsbedarf sieht Landesrat Gabmann für den Infrastrukturausbau in den Grenzregionen. Vor allem die Verkehrsanbindungen in Richtung der Ballungszentren sowie die Leistungsfähigkeit für moderne Kommunikationssysteme müßten konse-quent verbessert werden. Dies sei auch eine entscheidende Voraussetzung für die Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort und für Betriebsansiedlungen.

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