Gutgläubige Importeure werden zur Kasse gebeten

Die Wirtschaftskammer Österreich gegen kollektive Bestrafungsaktion österreichischer Firmen

Wien (PWK) - ,Es ist nicht einzusehen, wieso gutgläubige Abnehmer ausländischer Waren in den sauren Apfel beißen müssen" beklagt sich Erich Lemler, Obmann der Bundessektion Handel, über drohende Nachforderungen der Zollbehörden in noch nicht abschätzbarer Höhe. Auf Druck der Europäischen Kommission in Brüssel hat nämlich Bangladesch rund 15.000 Präferenznachweise für Exportwaren wie Bekleidung, welche im Zeitraum 1994 bis 1996 ausgestellt wurden, storniert. Diese Nachweise sind Voraussetzung für den zollbegünstigten EU-Marktzugang. ****

Untersuchungen der Europäischen Kommission haben ergeben, daß Bangladesch während der vergangenen Jahre in großem Stil Präferenznachweise falsch ausgestellt hat. Bekleidungslieferungen erhielten von den örtlichen Verwaltungsstellen die begehrten Scheine, welche Zollfreiheit bei der Einfuhr in die EU garantieren. Im nachhinein stellte sich allerdings heraus, daß diese fälschlich ausgestellt wurden. Normalerweise hätte der EU-Abnehmer über 12 % Zoll abführen müssen. Die Stornierung der Ursprungszeugnisse durch Bangladesch dürfte nunmehr zu erheblichen Zollnachforderungen führen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Rolf Gleissner
Tel: 50105/DW 3721

Bundessektion Handel

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK