Prober: SBT - die Mär vom Beschäftigungseffekt

Auch NÖ-IV-Chef Salzer gegen Semmeringbahntunnel

Niederösterreich, 7.10.(NÖI) "Ein Milliardengrab, das
niemandem etwas bringt. Die Röhre geht zu Lasten der
Steuerzahler, ist verkehrspolitisch unnotwendig und gefährdet
den Wasserhaushalt einer ganzen Region", so LAbg. Sepp Prober.
Von Seiten der unbeirrbaren Tunnelbefüworter wird immer wieder
der positive Beschäftigungseffekt für die Region ins Spiel gebracht. "Dabei werden durch den technischen Fortschritt in
der Bohr- und Transporttechnik kaum neue Arbeitsplätze
geschaffen. Rund 350 Menschen werden bei diesem 20 Milliarden-Projekt vorübergehend eine Arbeit finden. Beim derzeit in Bau befindlichen Sondierstollen sind derzeit 50 Personen
beschäftigt. Von tausenden Arbeitsplätzen, von denen die Befürworter immer wieder sprechen, kann also keine Rede sein,"
so Prober.****

Kritik zu diesem unsinnigen Vorhaben gibt es übrigens auch seitens der NÖ Industriellenvereinigung. So spricht ihr Chef, Michael Salzer von einem Projekt, "das nicht nur aus niederösterreichischer Sicht überflüssig ist". Als wichtiger bezeichnet er den vierspurigen Ausbau der Westautobahn, so
Prober weiter.

"Es wäre hoch an der Zeit, daß auch die
niederösterreichischen Sozialdemokraten einmal die
Sinnlosigkeit ihres Semmering-Prestigeprojektes erkennen",
betonte Prober.

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