KAUTZ: VP HAT NÖ-VERKEHRSKOMPETENZ DER LÄCHERLICHKEIT PREISGEGEBEN!

Klassische VP-Wendehalspolitik beim Landesverkehrskonzept!

St. Pölten, (SPI) - "Immer mehr Fachleute und Experten beginnen sich von der sogenannten "Brücken-Studie" der zuständigen Abteilung der Landesverwaltung zu distanzieren - kein Wunder, denn die Ausführung spottet wirklich jeder geltenden Usance für wissenschaftliche Arbeiten", stellt SP-Labg. Herbert Kautz heute, Dienstag, fest.****

So ist bereits in den Vorbemerkungen zu lesen, daß "für eine genaue Aussage wären umfangreiche Detailuntersuchungen, sowohl vor Ort, als auch auf Grund von Unterlagen, erforderlich. Da diese Detailuntersuchungen von der Abteilung Brückenbau nicht gemacht werden konnten, können nur 2 Extremszenarien - für den günstigsten und für den ungünstigsten Fall - abgeschätzt werden." Da weder die Brückenbauabteilung, noch die VP-NÖ bisher dargelegt hat, auf welchen wissenschaftlichen Grundlagen diese Studie fußt, kann man nur annehmen, daß es sich auf eine "Fernstudie" - möglicherweise aufgrund von Satellitenfotos - handelt.

Könnte man die Bezugnahme auf diese Studie in ihrer Semmering-Argumentation seitens der Volkspartei aus wahltaktischen Gründen noch verstehen, haben sich die Beamten der Landesamtsabteilung mit diesem Schriftstück keinen guten Dienst erwiesen. Wenn man schon zugegen hat, daß man das Untersuchungsobjekt weder gesehen hat, noch genau Pläne vorlagen, dann kann wohl niemand annehmen, daß die Studie auch nur den geringsten wissenschaftlichen Wert
besitzt. Doch dies ist nur ein weiteres Mosaiksteinchen in der völlig lächerlichen VP-Semmeringkampagne. Denn auch die angekündigte Entfernung des Tunnels aus dem NÖ-Landesverkehrskonzept zeigt die opportunistische
"Wendehalspolitik" der VP-NÖ.

Noch im Februar 1996 sträubte sich die VP in Person des Verkehrssprechers Treitler vehement gegen dieses Vorhaben. Ein diesbezügliches Ansinnen der FPÖ kommentierte Treitler mit den Worten: "Einem Antrag der Freiheitlichen, den Semmeringtunnel gänzlich aus dem NÖ Nahverkehrskonzept zu streichen, wird die NÖ-VP aber sicherlich nicht zustimmen. Wir stehen voll und ganz zu diesem Nahverkehrskonzept und seiner Prioritätensetzung. Jede andere Entscheidung wäre ein Zick-Zack-Kurs, den die Volkspartei sicherlich nicht gehen wird". (APA OTS0211/29.Feb. 96)

Wenn das kein Beispiel für einen "Zick-Zack-Kurs" ist, welchen die VP-NÖ derzeit fährt! "Ein lächerliches, aber auch trauriges Beispiel einer Partei, welche mangels eigener Erfolge und eines zukunftsträchtigen Programms mit den absolut letzten Mitteln versucht, politisch zu reüssieren und ihre Macht zu zementieren. Wenn es nur dieser Partei schaden würde, wäre es vernachlässigbar. Doch derzeit sieht es eher danach aus, daß ganz Niederösterreich durch den Wahlkampf der Volkspartei Schaden nehmen wird", schloß Abgeordneter Herbert Kautz.
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