ÖAAB-AK-Fraktion: Echte Pensionsreform ohne Leistungsverschlechterungen!

Pensionen sind nicht zu hoch - das Problem ist der zu frühe

Wien (OTS) - Pensionsantritt =

Keine Leistungskürzungen, sondern eine dauerhafte
Bewältigung des Strukturproblems müßte Bestandteil einer nachhaltigen Pensionsreform sein, die den Anspruch gerecht wird, die Pensionen auch der heute jungen Beitragszahlen zu sichern. Das ist die Kernaussage der ÖAAB-Fraktion in der Wiener Arbeiterkammer, die unter dem Vorsitz von Abg.z.Nr. Dr. Walter Schwimmer vergangenes Wochenende eine Klausurtagung u.a. zum Thema Pensionsreform abhielt.

Wie Abg.Dr. Schwimmer dazu erklärt, stehe die Notwendigkeit einer dauerhaften, nachhaltigen Pensionsreform für die ÖAAB-Arbeiterkammerräte außer Zweifel. Das Problem der österreichischen Pensionsversicherung sei nicht, so Schwimmer, daß die Pensionen zu hoch seien, vielmehr sei die Entwicklung des Verhältnisses der Zahl der Pensionisten zu der der Berufstätigen besorgniserregend. Verschlechterungen der Leistungshöhe, z.B. durch die Verlängerung des Bemessungszeitraumes, würden an diesem Problem nichts ändern. Einerseits müßte dem zu frühen Pensionsantritt durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und einer "neuen Kultur" der Beschäftigung älterer Arbneitnehmer begegnet werden, andererseits wird eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters unumgänglich sein. Wie Schwimmer dem hinzufügte, sei der Andrang zur frühen Pension keineswegs ein absolut freiwilliger.

Eine solche Anhebung sollte über einen längeren Zeitraum in "sanften" Etappen erfolgen, um den Betroffenen Gelegenheit zu geben, ihre Lebensplanung darauf einzustellen. Sie wäre aber jedenfalls gerechter als die Maßnahme des Entwurfs des Sozialministeriums und hätte auch eine größere Chance auf Zustimmung der Sozialpartner, die von der ÖAAB-AK-Fraktion für unerläßlich gehalten wird.

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