11 VERKEHRSTOTE AM WOCHENENDE KFV: SO DARF ES NICHT WEITERGEHEN !

wien (OTS) - Der österreichische Nationalrat soll endlich handeln -Punkteführerschein und 0,5 Promille-Grenze müssen kommen! =

Den raschestmöglichen Beschluß zusätzlicher Verkehrssicherheitsmaßnahmen durch den Nationalrat fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit angesichts der erneut unnötig hohen Opferbilanz der vergangenen Woche.

Vom 29. September bis zum 5. Oktober 1997 mußten nach vorläufigen Zahlen 20 Menschen auf Österreichs Straßen das L eben lassen, 11 davon alleine am Wochenende. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 19 Tote, sieben davon am Wochenende.

Die Hauptunfallursachen waren wieder Fahren mit nicht angepaßter Geschwindigkeit (10), Vorrangverletzung (3), Überholen (2), Übermüdung (1), in einem Fall war Herzversagen die Ursache, 2 Unfälle sind unklar.

Wann wird den zuständigen Politikern endlich bewußt, daß man diese Zahlen, hinter denen sich Menschen, Schicksale und Familientragödien befinden, nicht wegreden und durch halbherzige Gesetztesvorlagen reduzieren kann?

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert daher vom Nationalrat erneut die sofortige Einführung der 0,5 Promille-Grenze im Straßenverkehr und die Schaffung eines generalpräventiv wirkenden Punkteführerschein-Systems in Österreich!

Derzeit stehen zwei Wege zu mehr Verkehrssicherheit offen: Erstens:
Die bereits lange überfällige 20. StVO-Novelle wird erneut zur Abstimmung gebracht (inklusive 0,5 Promille-Grenze) oder zweitens:
Die durch Ablehnung der 20. StVO-Novelle notwendig gewordene Reparatur des beschlossenen Führerscheingesetzes, das sich in einigen Punkten auf die 20. StVO-Novelle bezieht, wird um die Aufnahme des Punkteführerscheins und der Einführung der 0,5 Promille-Grenze erweitert.

Das wären im Gegensatz zur Bevorstehenden Moped-Fahrerlaubnis für 15-Jährige und der Möglichkeit zum Lenken von Leichtmotorrädern für B-Führerschein-Besitzern wirklich Verkehrssicherheits-Maßnahmen!

Für die EU-Kommission ist der Zusammenhang zwischen Alkohol am Steuer und tödlichen Unfällen durch wissenschaftliche Studien hinreichend bestätigt. EU-Kommissar Neil Kinnock setzt sich daher dafür ein, die Promille-Grenze europaweit auf 0,5 zu senken und will demnächst einen derartigen Antrag dem EU-Ministerrat zur Abstimmung vorlegen.

Und auch in der BRD ist die Senkung des zulässigen Blutalkoholgehaltes im Straßenverkehr auf 0,5 Promille so gut wie perfekt. Verkehrsminister Wissmann hat am Wochenende seine Unterstützung für die Promille-Senkung angekündigt, die der Bonner Verkehrsausschuß vorschlägt. Mittwoch dieser Woche wird der Rechts-und Verkehrsausschuß des Bundestages beraten und entscheiden. Sollte in Deutschland noch vor Österreich die 0,5 Promille-Grenze kommen, obwohl sich der österreichische Nationalrat schon einmal, Anfang des heurigen Sommers, für 0,5 ausgesprochen hat?

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0063).

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