Gruber: Vorstoß der Ärzte betreffend IVF-Behandlung muß unterstützt werden!

Ebenso Unterstützung des Landes NÖ gefordert!

Oft muß dem ersehnten Familienglück etwas nachgeholfen werden -und die medizinische Entwicklung sorgt für die Verwirklichung so manchen Traumes. Die öffentliche Hand hinkt dieser Entwicklung
noch etwas nach - denn viele Paare können sich diese biologische "Hilfeleistung" nicht leisten. Die Kritik der Ärzte und Selbsthilfegruppen vom 3. Oktober - anläßlich der bevorstehenden 13. Jahrestagung der Österreichischen IVF-Gesellschaft vom 9. bis 11 Oktober im Stift Melk - betreffend der finanziellen Unterstützung der In-Vitro-Fertilation (IVF) ist vorbehaltlos zu unterstützen. Denn tatsächlich besteht in Österreich Nachholbedarf, wobei - mit Ausnahme Tirols - die Krankenkassen und das Land dieser Behandlungsmethode zu wenig Aufmerksamkeit widmen und damit viele Paare mit ihren Problemen allein gelassen werden.****

Die Wissenschaft hat im Bereich der IVF rasche Fortschritte
gemacht und viele bisher kinderlose Paare konnte sich ihren Familientraum bereits erfüllen. In der Fortpflanzung haben biologisch kleine "Mängel" oft große Wirkung, doch die Wissenschaft hat Wege gefunden, der Biologie auf die Sprünge zu helfen. Umweltverschmutzung, veränderte Lebensgewohnheiten und längere Krankheiten können Unfruchtbarkeit begünstigen - doch diese ist behandelbar. "Der Zugang zu dieser Leistung stößt für viele Paare mit Kinderwunsch auf Grenzen - der Traum vom eigenen Kind hängt nicht nur von der Tüchtigkeit des medizinischen Personals ab, sondern auch vom Wohnsitz und der finanziellen Leistungsfähigkeit", stellt der Gesundheitssprecher der NÖ-Sozialdemokraten, Labg. Karl Gruber fest.

Am großzügigsten ist die Kostendeckung der medizinischen Behandlung in Deutschland, den Niederlanden und in Frankreich. In Deutschland werden z.B. bis zu vier Behandlungszyklen von der öffentlichen Hand übernommen, in Österreich übernimmt nur die öffentliche Krankenkasse in Tirol die Behandlungskosten, welche
mit den Medikamenten durchschnittlich 40.000,- Schilling betragen.

"Die Sozialdemokraten fordern daher eine komplette Kostenübernahme für die IFV im Rahmen der staatlichen Versicherungsleistungen. Erforderlich wäre eine Kostendeckung von mindestens drei IVF-Zyklen sowie die Übernahme der medikamentösen Behandlung. Weiters wäre eine Unterstützung jener Krankenanstalten durch das Land NÖ gefragt, welche solche Leistungen anbieten (wie St. Pölten). Die Nachfrage ist steigend - diesem Bedarf hat auch die Politik
Rechnung tragen", so SP-Labg. Karl Gruber abschließend.
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