Sivec: Semmering-Argumentation scheint Sachebene endgültig zu verlassen!

Neues "Semmering-Schwarzbuch" kann Befürwortung nicht entkräften.

St. Pölten, (SPI) - "Mit dem nun erschienenen "Scharz-auf-Weiß-Buch" scheint die Diskussion um den Semmeringbahntunnel endgültig die Ebene der Sachlichkeit zu verlassen. Die zahlreichen Gutachten und Studien international anerkannter Verkehrsexperten wurden angesichts der Schlußfolgerungen des Autors im Buch kaum berücksichtigt", stellt SP-Labg. Herbert Sivec fest.****

So wird zum wiederholten Mal argumentiert, daß in den nächsten Jahrzehnten keine Kapazitätsengpässe zu erwarten sind. Das ist absolut unsinnig, denn es geht nicht um die Anzahl der Züge, die täglich über die Ghegabahn fahren, sondern um die Bedingungen, unter denen hier der Verkehr abgewickelt werden muß. Die Ghegabahn wurde für eine Achslast für 7 Tonnen entworfen, die Strecke entspricht in keiner Weise mehr den modernen Anforderungen im Bahngüterverkehr. Weiters darf der erhöhte Energieaufwand, die eingeschränkte Zuglänge, die Abnützung des rollenden Materials und der zusätzliche Einsatz von Triebfahrzeugen ins Treffen geführt werden, welche die Traktionskosten verteuern.

"Die Unsachlichkeit der Argumentation wird bereits dadurch untermauert, als die VP immer wieder die Pendler und den
Nahverkehr strapaziert - was einzig und allein ihre Semmering-Wahlkampfschiene darzustellen scheint. Weder wird die Finanzierung der geplanten Nahverkehrsinfrastruktur der Bundesländer durch den Bau des Semmering-Basistunnels berührt, noch stehen die dafür vorgesehenen Mittel für den Nahverkehr zur Verfügung. Doch das scheint die VP wenig zu berühren - denn wenn eine Partei ohnehin ein modernes Transportmittel wie die Bahn nur nach der Anzahl der Fenster beurteilt, welche ein Zug hat, darf eine objektive und sachliche Diskussion nicht erwartet werden", stellt Labg. Herbert Sivec abschließend fest.
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