SCA Laakirchen-Betriebsrat Zauner: Euro sichert österreichische Arbeitsplätze in der Papierindustrie

Wien (OTS) - In der laufenden Diskussion zur Einführung des Euro
in Österreich, meldete sich heute der Betriebsrat des oberösterreichischen Papierherstellers SCA Laakirchen, Helmut Zauner, zu Wort.

Der Euro, so Zauner, müsse in Österreich unbedingt eingeführt werden, da nur eine gemeinsame europäische Währung jene Wechselkursschwankungen beende, die zu massiven Verlusten in der stark exportorientierten Papierindustrie und damit zur Gefährdung heimischer Arbeitsplätze führen.

Zauner unterstreicht seine Aussagen mit einem konkreten Beispiel aus dem Jahr 1994. Damals hätten die Wechselkursschwankungen fast zum Niedergang der österreichischen Papierindustrie geführt. Mit einer Exportquote von rund 95 % - überwiegend in den EU-Raum - wäre die SCA-Laakirchen von dieser Problematik besonders stark betroffen gewesen. Zauner wörtlich: "Das Ergebnis dieser Wechselkursverluste war ein innerbetriebliches Sparpaket, zu dem die Belegschaft rund 20 Millionen Schilling beitragen mußte. Ich bin daher davon überzeugt, daß der Euro zur Sicherung der Arbeitsplätze in der österreichischen Exportwirtschaft stark beiträgt."

Natürlich, so Zauner, hätte die Einführung des Euro nicht nur positive Seiten. Die bessere direkte Vergleichbarkeit der Arbeitskosten in den Staaten der Währungsunion würde Lohnunterschiede zwischen Hoch- und Niedriglohnländern transparenter machen. Zauner hofft jedoch, daß das zu einem stärkeren Druck auf die Niedriglohnländer führt, ihr Lohnniveau nach oben anzugleichen.

Mit einem Jahresumsatz 1996 von rund 3,9 Mrd. Schilling sichert die börsenotierte SCA Laakirchen AG rund 600 österreichische Arbeitsplätze.

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Angestellten-Betriebsrat der SCA Laakirchen AG
Helmut Zauner
Tel.: 07613/88 00 DW 267

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