Aktion Minus 10 % im Betrieb soll Unfallzahlen senken

Wagner: Hinter jedem Arbeitsunfall stehen Menschenschicksale

Mit der Aktion "Minus 10 % im Betrieb", die von Landesrat Ewald Wagner gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ins Leben gerufen wurde, soll die Zahl der Unfälle in den niederösterreichischen Betrieben gesenkt werden. "In vie-len Gesprächen mit den Vertretern der AUVA, die genaue Statistiken über Arbeitsun-fälle führt, wurde mir wieder einmal bewußt, wieviel menschliches Leid durch derartige Ereignisse hervorgerufen wird. Hinter jedem Unfallopfer steht doch ein Menschen-schicksal, und nur allzu oft werden ganze Familien grausam getroffen.
Tatsache ist auch, daß die österreichische Volkswirtschaft jedes Jahr Milliardenbeträge durch Un-fallfolgen verliert. Deshalb haben wir uns gemeinsam das Ziel gesetzt, mit dieser Akti-on die Zahl
der Unfälle in den niederösterreichschen Betrieben deutlich zu senken, sodaß pro Jahr bis zu 46 Millionen Schilling an
Folgekosten eingespart werden kön-nen."
Für die Aktion wurden jene Betriebe ausgewählt, die schon wegen ihrer Größe mehr Arbeitsunfälle verzeichnen. Manager und Betriebsräte von 15 Firmen werden am Montag, 17. November, im Rehabilitationszentrum Weißer Hof in Klosterneuburg mit Experten zusammentreffen, um über mögliche Maßnahmen zu diskutieren, die zu ei-ner Verminderung der Unfallrisken führen können. Wagner: "Das Interesse der Unter-nehmen ist erfreulicherweise sehr hoch."
Die von der AUVA geführte Statistik zeigt, daß allein in Niederösterreich rund 464 Mil-lionen Schilling an Folgekosten nach Unfällen anfallen. Das Bundesland liegt mit einer Rate von 609 Arbeitsunfällen je 10.000 Beschäftigte um sechs Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die Bezirke mit den höchsten Unfallzahlen sind St.Pölten-Land und St.Pölten-Stadt, gefolgt von Mödling, Amstetten und Wien-Umgebung. Fast alle Unfälle passieren in nur einem Fünftel der heimischen Betriebe, was zeigt, wie wichtig die jetzt voll anlaufende Aktion ist.

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