Fusionstechnologie: Österreich forciert Kooperationen

Workshop "Fusionstechnologie" am 13. Oktober 1997 in der WKÖ Thema: Netzwerkbildung für breitere technische Kompetenz

Wien (PWK) - Die Wirtschaftskammer Österreich veranstaltet gemeinsam mit dem Forschungszentrum Seibersdorf, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, als Träger der österreichischen Teilnahme am Fusionsprogramm von Euratom, sowie der Elin Energieanwendung GmbH am Montag, den 13. Oktober, den zweiten Workshop zum Thema "Fusionstechnologie". "Ziel der Veranstanltung ist neben einem Erfahrungsbericht aus der industriellen Praxis, die Schaffung von Netzwerken und Arbeitsgemeinschaften, um auf dem Gebiet der Fusionstechnologie bessere Kooperationen sowie eine breitere technische Kompetenz zu erreichen", erklärt Karl Schmiedbauer von der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Weitere Schwerpunkte sind die Auseinandersetzung mit der Position der österreichischen Energiewirtschaft, der europäischen Energiepolitik sowie die Einbindung der österreichischen Industrie in die Diskussion um das Für und Wider der Fusionsforschung.

Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm zum Bau eines ersten Fusionsreaktors wird weltweit in Zusammenarbeit zwischen der EU, Japan, den USA und Rußland betrieben. Österreich ist seit 1996 an das Fusionsforschungsprogramm der EU, welches die zur Zeit weltweit bedeutendsten Beiträge liefert, assoziiert.

Zur Demonstration der Realisierbarkeit von Fusionsreaktoren ist der Bau eines "nächsten Experimentalreaktors" notwendig, nachdem das Experimentierprogramm der bisher größten Versuchsanlage (JET = Joint European Torus) in England planmäßig im Jahre 1999 abgeschlossen werden soll. Die Planungsarbeiten für die nächste Anlage (ITER = International Thermonuclear Experimental Reactor) laufen bereits seit etwa 10 Jahren. Die Baukosten werden auf rund 100 Milliarden Schilling geschätzt.

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Dr. Karl Schmiedbauer

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