Ägypten: Österreichische High-Tech-Exporte stark gestiegen

1. Halbjahr '97: Exportsteigerung um 74,6 Prozent Ägyptischer Minister für Elektrizität und Energie in Wien

Wien (PWK) - Ägypten ist einer der wichtigsten Märkte für österreichische Produkte sowohl im Nahen Osten als auch in Afrika. Besonders erfreulich ist deshalb die kräftige Zunahme der österreichischen Exporte nach Ägypten im ersten Halbjahr 1997. Mit einem Anstieg von 74,6 Prozent konnten diese von 340,4 Mio Schilling (1. HJ 96) auf 594,3 Mio Schilling gesteigert werden. Daß sowohl Österreich als auch Ägytpen an einer Vertiefung der bilateralen Beziehungen interessiert sind, zeigt auch der Wien-Besuch des ägyptischen Ministers für Elektrizität und Energie, Mohamed Moher Osman Abaza. Abaza trifft heute nachmittag mit Wirtschafsminister Hannes Farnleitner zusammen. ****

"Da sich die ägyptische Wirtschaft derzeit in einer Aufschwungsphase befindet, die vor allem durch stark gestiegene Investitionen, Betriebsgründungen und Zuwachs bei den Ausfuhren gekennzeichnet ist, kann ein weiterer Ausbau der österreichischen Exporte erwartet werden", schätzt Fritz Langer, Nahost-Experte in der Wirtschaftskammer Österreich. Besondere Chancen bestehen für die Lieferung von Maschinen und Anlagen, High-Tech-Industrieausrüstungen, Infrastruktureinrichtungen, bearbeiteten Waren und Rohstoffen.

Das positive Halbjahresergebnis 1997 ist in erster Linie auf Exportsteigerungen in den Bereichen Maschinen und Anlagen (+148,7 Prozent) zurückzuführen, wobei Arbeitsmaschinen, Textil- und Leder-sowie Spezialmaschinen die Hauptgruppen darstellen. Wesentlichen Anteil hatten auch Papier und Pappelieferungen (+23,2 Prozent), Schalter und Stecker (+560 Prozent) sowie chemische Erzeugnisse (+1 Prozent).

Wichtigster Auftraggeber in Ägypten ist der Staatssektor, insbesondere im Bereich der Infrastruktur (Wasseraufbereitungsanlagen, Telekommunikation, Bahnbau, Maschinen, etc.), aber auch private Unternehmer infolge von Betriebsgründungen und Erneuerungsinvestitionen. Die fortgesetzten Bestrebungen der ägyptischen Regierung mit Hilfe der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Strukturanpassungsprogramm zu verwirklichen, macht die Modernisierung der überalterten Staatsunternehmen notwendig.

"Ebenso sind Verhandlungen mit der EU über den Abschluß eines Partnerschaftsabkommens im Gange" und das EU-Förderungsprogramm für die Mittelmeeranrainerstaaten biete zusätzliche Chancen für die österreichische Exportindustrie, so Langer.

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Dr. Fritz Langer

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