Fundamentalismus allerorten

Fragwürdiger Schulterschluß von Israelitischer Kultusgemeinde und katholischer Kirche

Wien (OTS) - Mit Befremden registriert das ÖLSF, mit welch
heiligem Eifer der Referent für Medien und Information Michael Dinhobl in einer Aussendung der Kathpress die Absage der beiden Abendveranstaltungen des ÖLSF im Rahmen des alljährlichen Lesben- und Schwulenkongresses in St. Pölten in der ehemaligen Synagoge durch die Israelitische Kultusgemeinde unterstützt.

Es ist empörend, wie mittels religiöser Lehren sowhl der christlichen wie in der jüdischen Glaubenstradition homosexuell l(i)ebende Menschen diskriminiert und abgewertet werden. Wenn Amtsdirektor Hodik von der Israelitischen Kultusgemeinde meint, sich auf alttestamentarische Quellen berufen zu können, die die Todesstrafe für Homosexualität fordern, ist das Intoleranz und reaktionäre Denkungsart der schlimmsten Sorte, die in ähnlicher Art in diesem Jahrhundert bereits katastrophale Vernichtung ausgelöst hat. Daß die katholische Kirche dies unterstützt ist umso bestürzender.

"Es ist leider nicht weiter verwunderlich, daß konservative Kreise in der katholischen Kirche und in der Kultusgemeinde durchaus ähnliche Ansichten vertreten und Menschen mit anderen Lebensentwürfen mit dem Mittel der Religion diskriminieren", meint dazu die Vorsitzende des ÖLSF Diana Voigt. "Angst vor Homosexualität kommt überall vor und hat immer Ausgrenzung und Abwertung zum Ziel. Gott hat die Menschen als das geschaffen, was sie sind, also auch als lesbisch oder schwul und seine Liebe ist unteilbar."

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