Drogenentzugsstation in LNK Mauer ein voller Erfolg

Wagner: Eine gute Antwort auf Probleme von Drogenabhängigen

St.Pölten (NLK) - In der NÖ Landesnervenklinik Mauer habe man
eine gute Antwort auf die schwerwiegenden Probleme von Drogenabhängigen gefunden, verwies heute Landesrat Ewald Wagner
auf den Erfolg der im Juni 1996 geschaffenen Entzugsstati-on, die derzeit 15 Betten aufweist. Von Juni 1996 bis Anfang September
1997 wurden in dieser Station über 260 Patienten behandelt. Davon kamen 77 aus Niederösterreich und der Rest aus fast allen anderen Bundesländern. Nur rund 20 Prozent der Patien-ten brechen den Drogenentzug ab, was sicherlich ein Spitzenwert ist, berichtete Wag-ner. "Dazu trägt zweifellos das moderne Konzept bei, haben wir doch in Mauer die erste offen geführte Drogenentzugsstation in Österreich. Auch kann man dort unter vielen Sportangeboten wählen." Das geschulte Pflegepersonal, Sozialarbeiter, Ärzte, Psychologen, Sport- und Musiktherapeuten arbeiten im Team
zusammen, um beste Bedingungen für einen erfolgreichen Entzug zu schaffen.

Derzeit ist der zur Entzugsstation "umfunktionierte" Pavillon
in der Landesnervenkli-nik komplett ausgelastet. Die Patienten kommen entweder aus eigenem Antrieb oder werden von Stationen, Drogenberatungsstellen, Krankenhäusern, Ambulanzen, Ver-einen und Ärzten vermittelt. Sie können nach dem Entzug prompt an Institutionen weitervermittelt werden, die wie der "Grüne Kreis", API oder "Zukunftsschmiede" eine Kurz- oder Langzeittherapie anbieten, was die Fachleute in Mauer unbedingt empfeh-len. Wenn
der Patient oder die Patientin damit einverstanden ist, wird so
die "Therapieschiene" nicht unterbrochen. Auch erfolgen in Mauer alle wichtigen medizinischen Zusatzuntersuchungen, wobei beispielsweise - in Zusammenarbeit mit dem Elisa-bethinen-Krankenhaus in Linz - abgeklärt wird, ob eine chronische Hepatitis vorliegt.

Wenn jemand in Mauer einen Entzugsplatz bekommen will, ist eine telefonische Anmeldung unter der Nummer 07475/3233/309 notwendig.

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Tel.: 02742/200/2312

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