WKÖ-Präsident Maderthaner unterstützt Gründeroffensive

Gründerwoche der Jungen Wirtschaft startet am 6. Oktober in 2.000 Bankfilialen

Wien (PWK) - "Der Maßnahmenkatalog der Jungen Wirtschaft zur Förderung der Selbständigkeit findet meine volle Zustimmung" erklärte Leopold Maderthaner, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, bei einer Pressekonferenz der Jungen Wirtschaft in Wien. Genügend Arbeit, so Maderthaner, könne auf Dauer nur gesichert werden, wenn sich Österreich im internationalen Wettbewerb aus eigener Kraft behauptet und alle Kräfte mobilisiert, die das Wirtschaftswachstum stärken. Die Wirtschaftskammer habe daher nicht nur das Gründungssparen gefördert, sondern wird nun auch die Gründerwoche der Jungen Wirtschaft und die von ihr geforderte Imagekampagne für Jungunternehmer unterstützen. ****

Wirtschaftliche Dynamik braucht konkrete politische Maßnahmen, damit junge Unternehmen neue Arbeistplätze schaffen können. Warum dies so wichtig ist, zeigt ein Blick ins Ausland: In den Vereinigten Staaten haben innovative Jungunternehmer 1995 rund 200.000 hochqualifizierte Jobs geschaffen. Das Konzept des Risikokapitals hat sich in den USA bereits seit Jahrzehnten bewährt. Fast zehn Milliarden Dollar haben dort risikofreudige Investoren im vergangenen Jahr in neue Firmen gepumpt. Alleine 3.000 Betriebe schafften in den letzten fünf Jahren den Sprung an die Börse. In Österreich waren es im gleichen Zeitraum ein Bruchteil davon.

In Deutschland, das ja auch nicht gerade zu den unbürokratischsten Ländern zählt, haben die Gewerbeämter im letzten Jahr über 528.000 neue Unternehmen (protokollierte und nicht protokollierte) registriert. Die staatliche Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft ist bereits einer der größten Startfinanzierer Europas. "In Österreich gehen die Uhren leider anders. Bei uns werden immer weniger Unternehmen neu gegründet", stellte Maderthaner fest. Laut KSV wurden 1996 nur 12.101 Unternehmen neu gegründet.

"Damit wir auch nur annähernd auf den OECD-Durchschnitt kommen, müssen wir insgesamt 140.000 neue Unternehmen schaffen! Und die groß angekündigte Technologioffensive, deren Mittel schwerpunktmäßig in einen Risikokapitalfonds fließen sollten, um jungen innovativen Unternehmern Risikokapital zur Verfügung zu stellen, ist vorerst in Ausschüssen und Arbeitsgruppen steckengeblieben", sagte Maderthaner.

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