9 tödliche Verunglückte in der Vorwoche nicht angegurtet!

KfV fordert höhere Strafen für Gurtenmuffel

Wien (OTS) - Die Gurtenanlegequote sinkt weiter. Von 1995 auf 1996 schnallten sich auf den Autobahnen um 4 % und auf den Freilandstraßen um 3 % weniger an. Im Ortsgebiet verwenden gar nur 68 % den Sicherheitsgurt. Für 1997 ist weiterhin ein nur negativer Trend zu beobachten. Traurige Bilanz: Neun der in der Vorwoche im Straßenverkehr tödlich Verunglückten waren nicht angegurtet. Aus diesem Grund fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit mit Nachdruck, die Strafe für Gurtenmuffel auf öS 500,- anzuheben.

Zur Erinnerung: Bei einem Aufprall mit nur 50 km/h wird der Körper zu einem unkontrollierbaren "Geschoß" mit einem Gewicht von drei Tonnen. Auch der beste Airbag kann so eine Masse nicht auffangen und nur unterstützend zum Gurt wirken.

Es ist traurig, daß man Menschen mit einer Strafe von öS 500,-drohen muß, damit sie ihr Leben durch das Anlegen des Sicherheitsgurtes schützen. Aber bei völliger Einhaltung der Gurtenanlegepflicht könnten jährlich etwa 150 Menschenleben auf Österreichs Straßen gerettet werden.

Insgesamt starben 25 Menschen in der Woche von 22. bis zum 28. September 1997 bei 22 tödlichen Unfällen. Zehn Autoinsassen kamen durch nicht angepaßte Geschwindigkeit ums Leben. Unachtsamkeit und Übermüdung kosteten fünf Menschen das Leben. Viermal war Vorrangverletzung die Todesursache.

Damit kamen seit dem 1. Jänner 1997 in Österreich nach vorläufigen Zahlen 801 Menschen im Straßenverkehr ums Leben; im Vergleichszeitraum des Vorjahres nach endgültigen Zahlen 762.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0097).

Die zum Text zugehörige Grafik ist in der APA-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar !

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Christopher B. Stvarnik
Tel.: 71 770-225

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS