Greenpeace - Aktion 40 Jahre IAEO: Kein Grund zum Feiern Greenpeace fordert: Keine weitere Förderung der Atomkraft

Wien (OTS) - "Kein Steuergeld für Atom!" und "Nuclear Death is no Answer to the Climate Desaster" - mit diesen Sprüchen auf Transparenten begrüßten rund 30 Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace heute vormittag die Delegierten der IAEO-Konferenz in Wien. Um die Gefahren der Atomtechnologie zu verdeutlichen, konfrontierten die Umweltschützer die Diplomaten direkt vor dem Haupteingang des Wiener Austria Center mit Fotos von Strahlungsopfern und Atom-katastrophen. Anläßlich der Konferenz, die das 40jährige Bestehen der IAEO feiern wird, fordert Greenpeace ein Ende der Förderung der Atomenergie.

"Es gibt keinen Grund zum Feiern für die IAEO", so Gabriele Faber-Wiener, Atomexpertin von Greenpeace. "Die Tage der Atomindustrie sind gezählt. Es werden kaum noch neue Reaktoren gebaut. Atomenergie ist weder sinnvoll noch billig, das erkennen immer mehr Regierungen." Gerade im Hinblick auf die Welt-Klimakonferenz in Kyoto versucht die IAEO, ihre Jubiläums-Konferenz unter das Thema Treibhaus-Effekt zu stellen und Atomenergie als Lösung anzubieten.

Die IAEO wurde vor 40 Jahren gegründet; zu einer Zeit, als die Atomkraft als Lösung der globalen Energiefrage angepriesen wurde. Sie sei sicher, technisch ausgereift und vor allem billig, hieß es damals. Heute steht das Gegenteil fest. "Atomkraft steckt nach 40 Jahren extrem hoher Subventionen und Steuergeldverschwendung sowie Nuklearkatastrophen noch in den Kinderschuhen und wird diesen sicher nicht mehr entwachsen", ist Greenpeace überzeugt.

Heute gibt es für die Atomindustrie und somit für die IAEO zwei Überlebensstrategien - die Erschließung neuer Märkte (Südost-Asien, Osteuropa, Türkei etc.) und die Positionierung von Atomenergie als Antwort auf den Treibhauseffekt. Greenpeace belegt, daß Atomenergie keine Lösung für den Treibhaus-Effekt darstellt, vielmehr erneuerbaren, billigeren und sicheren Energieformen Mittel entzieht.

Für Greenpeace sind die IAEA-Aufgaben - Förderung und gleichzeitig Kontrolle der Atomenergie - unvereinbar. Greenpeace fordert die sofortige Streichung der Förderungsfunktion. "40 Jahre Propaganda sind genug, jetzt ist es an der Zeit, sich den Problemen der Atomenergie zu stellen und eine effektive Kontrolle zu initiieren." Statt in die veraltete, extrem riskante und umweltschädigende Atomtechnik zu investieren, fordert Greenpeace die Umwidmung der Steuergelder für erneuerbare Energieformen wie Wind, Solar und Biomasse.

Weitere Informationen: Greenpeace Österreich, Gabriele Faber-Wiener, Telefon: 01/713 00 31 oder der internationale Atom-Experte Simon Carroll, Telefon: 0031 65 36 62 969 oder Robert Francan, Telefon 0664/103 08 18

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