"Gen-Detektive" für gentechnisch veränderte Lebensmittel

Seibersdorfer Wissenschafter entwickelten Testmethoden zum Nachweis von gentechnisch veränderten Organismen in Lebensmitteln

Wien (OTS) - Wissenschafter des Österreichischen
Forschungszentrums Seibersdorf (ÖFZS) haben maßgeblich Testmethoden mitentwickelt, durch die es nunmehr möglich ist, gentechnisch veränderte Organismen in Lebensmitteln aufzuspüren und nachzuweisen. Vorangetrieben wurden die Forschungsarbeiten durch das anhaltende Mißtrauen der Konsumenten gegenüber gentechnisch veränderten Organismen (GVO's) im Lebensmittelbereich - gentechnisch verändertes Soja oder auch Mais sind nur aktuelle Beispiele.

Im Rahmen eines europäischen Projektes zur Entwicklung dieser Testmethoden ist das ÖFZS mitverantwortlicher Partner. Das molekularbiologische Labor in Seibersdorf kann nun eine sensitive und verläßliche Methode zum Aufspüren der gentechnischen Veränderungen in der herbizidtoleranten RoundUp Ready Sojabohne anbieten. Der Test bedient sich der Polymerase Kettenreaktion (PCR), mit deren Hilfe es möglich ist, selbst geringste Spuren von gentechnisch verändertem Material in einem Nahrungsmittel nachzuweisen. Die Absicherung positiver PCR-Ergebnisse erfolgt durch ein spezifisches DNA-Hybridisierungsverfahren, durch Restriktionsanalyse oder durch Sequenzierung.

Auf Anfrage können auch andere Produkte, bei denen der Verdacht auf eine gentechnische Veränderung besteht, untersucht werden - etwa bei Antibiotikaresistenzgenen.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Sabine Vollenhofer
Tel.: 02254/780-3529
E-mail: sabine.vollenhofer@fzmail.ac.at

Österr. Forschungszentrum Seibersdorf
Geschäftsfeld Biotechnologie
Dipl.-Ing. Josef Schmidt
Tel.: 02254/780-3600
E-mail: josef.schmidt@fzmail.ac.at

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OFS/OTS