Europa, Wirtschaft, Kultur, Jugend

Südtirols Landeshauptmann Durnwalder im Neuen Landhaus

St.Pölten (NLK) - Zu einem ausführlichen Gespräch trafen heute
im Neuen Land-haus an der Traisen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und sein Südtiroler Amtskolle-ge Dr. Luis Durnwalder zusammen. Die beiden Politiker, die seit gemeinsamen Stu-dientagen an der Universität für Bodenkultur auch persönlich befreundet sind, be-sprachen eine Reihe von Themen, Schwerpunkte waren die Europa-Politik, wirt-schaftliche Fragen sowie ein verstärkter Jugend- und Kulturaustausch. Konkret wurde fixiert, daß im Herbst 1998 in Niederösterreich Südtiroler Kulturwochen stattfinden werden. In der Europa-Politik sprachen sich Pröll und Durnwalder für eine Stärkung des Ausschusses der Regionen aus.

Europa braucht eine maximale Bürgernähe, betonten beide Landeschefs. Pröll un-terstrich das Ziel, den Ausschuß der Regionen durch eine verstärkte Mitsprache bei allen Entscheidungen der EU sowie die Einräumung einer Klagemöglichkeit beim Eu-ropäischen Gerichtshof aufzuwerten. Durnwalder bezeichnete die Brüsseler Bürokra-tie als zum Teil praxisfern. Nur ein Europa "ohne Gleichmacherei" könne von den Menschen als Heimat akzeptiert werden. Der NÖ Landeshauptmann hob auch hervor, daß Südtirol mit seiner weit längeren Erfahrung als EU-Mitglied für Niederösterreich ein wichtiger Ideenlieferant war, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Leader-Prgramm, die Gemeinschaftsinitiative für den ländlichen Raum.

Zum Thema Wirtschaft meinte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, daß Niederöster-reich sicher auch für Südtiroler Unternehmen durch seine Nähe zu den Ostmärkten ein attraktiver Standort sei. Dr. Durnwalder bestätigte das und bemerkte, daß schon jetzt einige Südtiroler Firmen diese Chancen nützen und über niederösterreichische Unternehmen Kontakte zu den Reformstaaten genküpft haben.

Zu den Kulturwochen im kommenden Jahr stellte Landeshauptmann Durnwalder fest, daß für Südtirol die "Nabelschnur" zu Österreich von größter Bedeutung für die Sicherung der weitgehenden Autonomie des Landes sei. Er bemühe sich besonders auch um die Kontakte mit den östlichen Ländern, um hier vor allem die Jugend über die gemeinsame Geschichte zu informieren. Südtirol werde im kommenden Jahr in Niederösterreich sicher kein "Romantikbild" vermitteln, sondern sich so darstellen, wie es heute ist. Über weitere Einzelheiten, so Landeshauptmann Pröll, soll schon in den nächsten Tagen beim Treffen der beamteten Kulturreferenten in Brixen
beraten wer-den. Ein weiteres Gesprächsthema war ein verstärkter Jugendaustausch zwischen Südtirol und Niederösterreich. So ist unter anderem geplant, die Leiter von Südtiroler Jugendzenten nach Niederösterreich einzuladen.

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