Bartenstein: Klimaschutz ist Chance für Österreich

Mit großem Investitionsprogramm bis zu 12.000 neue Arbeitsplätze

Wien/Bad Schallerbach (OTS) - "Investitionen in den Klimaschutz bedeuten für Österreich eine Chance. Sie lösen neue Wirtschaftsimpulse aus und schaffen Arbeitsplätze. Österreich könnte hier eine internationale Führungsrolle einnehmen." Das erklärte Umweltminister Dr. Martin Bartenstein heute, Donnerstag, bei einer Klimaschutz-Konferenz für Bürgermeister in Bad Schallerbach.

Der österreichische Klimabeirat habe ein Technologie-Programm ausgearbeitet, durch dessen Umsetzung das "Toronto-Ziel" einer 20-prozentigen CO2-Reduktion erreicht werden könnte, so Bartenstein weiter. Demnach würden die Investitionen in die Sektoren Erneuerbare Energieträger, Verkehr, Raumwärme, Wärme-Kraft- Technologie und Landwirtschaft bis zu 12.000 neue Arbeitsplätze in Österreich schaffen. Eine Berechnung der Arbeiterkammer geht bei einem Investitionsvolumen von 30 Mrd. Schilling sogar von 40.000 neuen Jobs aus.

Die Politik müsse aber die notwendigen Vorgaben setzen, damit diese Investitionen auch getätigt würden, sagte Bartenstein. Reduktionsziele für CO2-Emissionen, wie sie etwa Österreich, Deutschland oder Dänemark vorgeben, seien daher ungeheuer wichtig. "Sie geben die Signale an die Wirtschaft, sich neuen technologischen Herausforderungen zu stellen."

Für die Gemeinden tragen Klimaschutz-Anstrengungen zu einer dauerhaften, tragfähigen Regionalentwicklung bei, so der Minister. Der verstärkte Einsatz von Biomasse etwa schaffe Arbeitsplätze in der Region, steigere die Wertschöpfung und gebe neue wirtschaftliche Impulse. Um solche Projekte zu ermutigen, stellen Bund, Länder und EU Fördergelder zur Verfügung. Das Klimabündnis Österreich, dem mittlerweile 160 Städte und Gemeinden beigetreten sind und das vom Umweltministerium gefördert wird, leiste durch Öffentlichkeitsarbeit und Praxistips wertvolle Unterstützungsarbeit.

Klima-Spezialprogramm des Umweltministeriums für Gemeinden

Das Umweltministerium selbst hat - um die Umsetzung von Klimaschutz-Projekten zu erleichtern, eine neue Datenbank erarbeitet, die den Konferenzteilnehmern in Bad Schallerbach präsentiert wurde. Sie soll die gezielte Beantwortung von Fragen ermöglichen. Ebenfalls neu ist eine Beispielsammlung zum Klimaschutz-Leitfaden des Ministeriums, die bereits umgesetzte Projekte beschreibt, die Umwelteffekte quantifiziert und den dazugehörigen Kostenrahmen angibt. Schon seit dem Vorjahr laufen Gemeindeseminare, die von Ökologie-Institut und Klimabündnis abgehalten werden. Im November schließlich startet das Umweltministerium unter dem Motto "Heißes Thema Klima" eine Informationskampagne. Sie soll Interesse für Klimaschutzmaßnahmen wecken und neue Projekte initiieren.

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Dr. Ingrid Nemec
Tel.: (01) 515 22 DW 5051Bundesministerium für Umwelt, Jugend & Familie

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