PETROVIC: STAATSSEKRETÄR WITTMANN SOLL RUHIG BLEIBEN

Grüne unterstützen anhaltenden Protest von Künstlern

"Unsere Warnungen im Zusammenhang mit der Fehlbesetzung von Staatsekratär Peter Wittmann und der Abwertung des Kunstressorts
in der neuen Regierung haben sich in jeder Hinsicht bewahrheitet. Wittmann ist zu einer Symbolfigur für die Aufgabe couragierter Kulturpolitik durch die SPÖ geworden", erklärt die Kultursprecherin der GRÜNEN, Klubobfrau Madeleine PETROVIC, zum neuen Höhepunkt der Proteste von Künstlern und Intellektuellen in den Wochenzeitungen 'profil' und 'Falter' gegen den amtierenden Staatssekretär.

"Wittmann hat sich durch Ahnungslosigkeit, Ignoranz und die Übernahme kulturfeindlicher Begriffe und Positionen in der Kulturszene isoliert. Es ist aber wichtig zu sehen, daß der Staatssekretär dabei nur den neuen kulturpolitischen Kurs der Sozialdemokratie vollzieht und in vollster Übereinstimmung mit Kunstkanzler Klima die kritischen Künstler und Künstlerinnen an den Rand drängt." PETROVIC plädiert daher für den Verbleib der Staatssekretärs im Amt, da Wittmann weithin sichtbar mache, wie
die SPÖ in der Ära Klima mit der Kultur im Lande umspringe.

Mit der Person Wittmann mache die SPÖ klar, daß es ihr nur auf mediale Showkämpfe ankomme und inhaltliche Positionen keine Rolle mehr spielen. "Klima trägt die politische Verantwortung für den Versuch, Kultur aus dem staatlich subventionierten Bereich in private Stiftungen abzudrängen", so PETROVIC. Den
Kulturschaffenden seien mittlerweile Hören und Sehen vergangen;
die SPÖ werde von ihnen bei der nächsten Wahl wohl nicht mehr als das "kleinere Übel" akzeptiert werden.

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