Liberale-Hack: "Objektive Kriterien für Umwidmung in ganzjähriges Wohnen in Wiener Kleingärten müssen rasch eingeführt werden!"

Wärmedämmung als Voraussetzung für zeitgemäßes Wohnen

Wien (OTS) "Seit 1992 wurde etwa die Hälfte aller Wiener Kleingartenparzellen in ganzjähriges Wohnen umgewidmet. Das entspricht der Fläche von mehr als der Hälfte aller Parkanlagen in der gesamten Bundeshauptstadt", kritisierte heute die Liberale Planungsprecherin Michaela Hack. Auf diesem Wege seien rund 600 Hektar Grünland und Erholungsgebiet in "defacto"-Bauland umgewidmet worden.

"Nachdem jetzt auch der zuständige Planungsstadtrat Bernhard Görg Fehler in der Vergangenheit zugegeben hat, hoffe ich, daß nun die längst fälligen einheitlichen und objektiven Kriterien für künftige Umwidmungen festgelegt werden", meinte Hack. Bisher stand eher der Einfluß der jeweiligen Kleingartenvereine bei den Parteien im Vordergrund.

Umwidmungen sollten laut Hack nur dort erfolgen, wo zeitgemäßes Wohnen mit entsprechender Infrastruktur, wie etwa Anschluß an den öffentlichen Verkehr und Sicherstellung der Nahversorgung, möglich ist, und die Qualität des Erholungsgebietes nicht beeinträchtigt wird.

Besonders wichtig sind der Liberalen Planungssprecherin die gesetzliche Verankerung von erhöhten ökologischen Standards in Kleingartengebieten. "All jene, die sich den Traum vom Häuschen im Grünen erfüllen, sollten besonders an der Erhaltung und am Schutz eines lebenswerten Grün- und Erholungsraums interessiert sein", so Hack. Das Liberale Forum fordert daher unter anderem die Trennung von Trink- und Brauchwasserleitungen, die Nutzung von alternativen Energiequellen wie Solar- oder Erdwärme und eine zeitgemäße Wärmedämmung in Kleingartengebieten mit ganzjährigem Wohnen.

Um den Häuslbauern die Errichtung ihrer eigenen vier Wände zu erleichtern, schlagen die Liberalen die Einführung eines Bauteilkatalogs für Materialien, die zur Verbesserung der Wärmedämmung der Kleingartenhäuser dienen, vor. Die Verwendung der darin angeführten standardisierten Konstruktionen erspare den Bauwerbern die Überprüfung durch einen Bauphysiker und damit eine Menge Geld.

"Letztendlich soll jedoch die Erhaltung der Gartenkultur in den Kleingartenanlagen im Vordergrund stehen", forderte Hack. "Es gibt noch viele junge Wienerinnen und Wiener, die ihren Garten als Anbaufläche für Obst und Gemüse oder als Erholungsfläche nützen wollen. Für Wohnungssuchende sollen daher mehr Reihenhausanlagen mit kleinen Gärten angeboten werden", meinte Hack abschließend.

(Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 4000-81557Liberales Forum - Landtagsklub Wien

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LKW/LKW