Wagner urgiert unabhängigen Tierschutzanwalt für NÖ:

Neue Institution soll auch zur Bewußtseinsbildung beitragen

St.Pölten (NLK) - Landesrat Ewald Wagner forderte heute erneut, daß künftig ein nicht weisungsgebundener und völlig unabhängiger Tierschutzanwalt für ganz Nie-derösterreich ernannt wird, der in Konfliktfällen oder bei Problemen einschreiten soll. Ähnliche "Anwälte" hätten sich auf Landesebene durchaus bewährt, etwa bei Streit-fragen zwischen Patienten, Krankenhäusern und Ärzten. Der NÖ Tierschutzanwalt könnte dazu beitragen, daß Konflikte weniger emotional ausgetragen und Probleme sachlich diskutiert werden, meinte Wagner. Auch solle er strittige Fragen vor Ort und
gemeinsam mit den Tierärzten und den Bezirkshauptmannschaften klären. Werde der Tierschutzanwalt überall im Lande aktiv, könnte dies in der Öffentlichkeit mehr als bisher das Bewußtsein fördern, "daß das Tier keine Sache, sondern ein Lebewesen ist, eine Tatsache, die von manchen Leuten leider nach wie vor ignoriert wird".

In den letzten Jahren seien viele Fortschritte auf dem Gebiet
des Tierschutzes er-reicht worden, verwies Wagner auf die 1996 beschlossene Novelle des NÖ Tier-schutzgesetzes. Auch eine Reihe von Verordnungen, die unter anderem die Haltung von Tieren in der Landwirtschaft, von Wildtieren und von Pelztieren regeln, aber
auch neue Vorschriften über das Schlachten und Töten brachten, hätten dazu beigetragen, daß die Situation insgesamt besser geworden sei. Diese Bilanz könne sich durchaus sehen lassen, er wolle sich aber damit keinesfalls zufrieden geben, meinte Wagner, "und einer der wichtigsten Punkte, die für mich offen sind, ist eben der Tierschutzan-walt."

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