Israelhandel durch politische Ereignisse beeinträchtigt

Nach Rekordergebnis 1996 geht Österreichs Export heuer zurück - WKÖ für Ausbau der Forschungszusammenarbeit mit Israel

Wien (PWK) - 1996 erreichten Österreichs Exporte nach Israel den bisherigen Rekordwert von 1,4 Mrd.S, teilt der Israel-Referent der Wirtschaftskammer Österreich, Fritz Langer, mit. Seit Beginn des Friedensprozesses hätten sich die Israel-Exporte überdurchschnittlich rasch entwickelt. Aufgrund der politischen Ereignisse seien die österreichischen Firmen in letzter Zeit jedoch zurückhaltender geworden, was auch in einem Exportrückgang von 15 Prozent im ersten Quartal 1997 zum Ausdruck komme. Die österreichischen Importe aus Israel betrugen 1996 rund 900 Mio.S. ****

Daß der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu Österreich in Begleitung einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation besucht, der unter anderen auch der Präsident der bedeutenden Israel Manufacturers Association, Dan Propper, angehört, sei Beweis für die Bedeutung, welche Israel den Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich beimißt, so Langer. Die israelische Delegation wird Montag in Wien mit österreichischen Wirtschaftstreibenden zusammentreffen.

Österreichs Exporte nach Israel sind breit gefächert. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Papier und Pappe, chemische Produkte, Textilien. Auch wenn die Aufnahmefähigkeit des relativ kleinen israelischen Marktes begrenzt sei, so bestünden doch noch viele ungenützte Nischen für österreichische Lieferungen, weiß Langer -insbesondere für Markenartikel (Nahrungsmittel, Textilien) und maschinelle Ausrüstung für kleinere und mittlere Betriebe.

Das bisherige Schwellenland Israel ist aufgrund seiner erfolgreichen industriellen Entwicklung (vor allem auch im High-Tech-Bereich) im April 1997 vom Internationalen Währungsfonds als indsutrialisiertes Land eingestuft worden.

Eine verstärkte wirtschaftsorientierte Zusammenarbeit im High-Tech-Bereich könnte einen wichtigen Impuls für die österreichisch-israelischen Wirtschaftsbeziehungen bringen, ist Langer überzeugt. Die WKÖ plädiere daher nachdrücklich für die Erweiterung des bilateralen Technisch-Wissenschaftlichen Abkommens im Sinne der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit der Forschungsergebnisse.

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Dr. Fritz Langer

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