Lesben und Schwulenkongreß in Sankt Pölten

Alljährliche ÖLSF-Tagung von 24. bis zum 26. Oktober

Wien (OTS) - Das "7. Österreichische Lesben-Schwulen-und TransGender-Forum Lebenswelten - Menschenrechte" findet heuer in St. Pölten statt und steht unter dem Ehrenschutz von SPÖ-Klubobmann Peter Kostelka, LIF-Klubobfrau Heide Schmidt und dem Bundessprecher der Grünen, Christoph Chorherr.

Es ist dies ein alljährlicher Kongreß, der Aktivistinnen und Aktivisten und natürlich auch ein interessiertes homo- und heterosexuelles Publikum aus ganz Österreich zusammenbringen soll, um über Ziele, Vorstellungen und Wünsche der Bewegung zu debattieren.

Zirka 200 Aktivistinnen, Aktivisten, Interessierte können einander kennenlernen und haben die Möglichkeit, gemeinsame Pläne zu schmieden und der emanzipatorischen Arbeit des folgenden Jahres einen Schwerpunkt zu geben. Ein breites Angebot an Arbeitskreisen steht zur Wahl

Abendveransstaltungen

Vor allem die Abendveranstaltungen sind nicht nur an die Tagungsgäste sondern auch an die Sankt Pöltner Bevölkerung gerichtet. Der Freitagabend beginnt mit der Vernissage der Ausstellung "Inszenierung und Realität" der Wiener Fotografin Margarete Neundlinger direkt im Komplex des Tagungshotels.

Quiz-Show mit Günter Tolar

Anschließend an die Vernissage wird die Show "Made in Lover Austria" stattfinden, die namensgerecht von Günter Tolar moderiert werden wird. Prominente, unter ihnen Volker Kier, Terezija Stoisits und Oberstaatsanwalt Stormann, sind Gäste bei Polittalk und Quiz. Dabei sind witzige, schrille und hintergründige Preise zu gewinnen. Veranstaltungsort ist die Alte Synagoge.

Ebenfalls in den Räumlichkeiten der Synagoge wird am Samstag die Podiumsdiskussion mit dem Titel "Die Macht der Bilder. Mythen über Homosexualität und die politischen Folgen" abgehalten. Am Podium diskutieren unter anderen Ulrike Lunacek, Eva Rossmann und Rotraud Perner. Die Moderation macht Univ. Prof. Nikolaus Benke.

Proteste

Die ÖVP Sankt Pölten und auch Bischof Kurt Krenn zeigten sich nicht erfreut über die Anwesenheit von so vielen Lesben und Schwulen in der Stadt. Krenn reagierte "verärgert" über eine Einladung zur Podiumsdiskussion. ÖVP-Chef Brader hält den Kongreß für eine "unnötige Geschichte" und vergleicht ihn mit einer Pornomesse! (NÖN, 12.9.)

Dazu ÖLSF-Vorsitzende Diana Voigt: "Bislang gab es erfreulicherweise keine Unstimmigkeiten bei der Planung des Forums. Daß Landeshauptmann Pröll und Bischof Krenn ihre Teilnahme abgelehnt haben, ist bedauerlich, hat uns aber nicht verwundert. Die Zusagen zahlreicher anderer Politikerinnen und Politiker bekommen für lesbische Wählerinnen und schwule Wähler entschieden mehr Gewicht. Der von Herr Brader angestellte Vergleich des Forums mit der St. Pöltner Pornomesse ist ein Untergriff. Die Ziele des ÖLSF sind politische und gesellschaftliche."

Gerade in dieem Jahr habe das ÖLSF wichtige Impulse für die rechtliche Gleichstellung lesbischer und schwuler PartnerInnenschaften gesetzt. Voigt abschließend: "Wenn ich Pornographie suche, fahre ich sicher nicht nach Sankt Pölten."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichisches Lesben- und Schwulenforum
Diana Voigt, Hannes Sulenbacher,
Tel.: (01) 533 31 91

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