Mittelständische Wirtschaft muß international aktiver werden

Pühringer und Dernoscheg beim Club IW im Haus der Wirtschaft Winkler: auch die Exportgesinnung muß gehoben werden

Wien (PWK) - "Eine Verbesserung der österreichischen Leistungsbilanz ist nicht durch eine Exportoffensive allein zu erzielen, es ist auch eine Internationalisierungsoffensive notwendig, da in Zukunft Kooperationen - europäisch und darüber hinaus -, Ansiedlungsprojekte, Know-how-Transfer etc. eine wichtige Basisfunktion für die Exporte einer Volkswirtschaft haben werden", erklärte Karl-Heinz Dernoscheg, Exportberater der Bundesregierung beim 'Club Internationale Wirtschaft' am Mittwoch, dem 17. September, in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Auf der einen Seite müßten die bereits exportierenden Unternehmen tatkräftig unterstützt werden, auf der anderen Seite aber auch alle anderen kleineren und mittelständischen Unternehmen ermutigt werden, "in viel größerer Anzahl und sehr rasch international zu agieren und diesen Bereich nicht nur den Großunternehmen zu überlassen", sprach sich Dernoscheg für die "2-Schritte Exportoffensive" aus.

Da mehr als zwei Drittel der österreichischen Exporte niedrigtechnologisch sind und in relativ gesättigte Märkte (EU) gehen, wies Othmar Pühringer, ebenfalls Exportberater der Bundesregierung, im Club IW darauf hin, daß "mit der Exportoffensive auch untrennbar die Technologieoffensive verbunden ist". Es müßten in Österreich "die Voraussetzungen geschaffen werden, exportfähige Verfahren, Produkte und Leistungen, die Kundennutzen bringen, zu entwickeln, und die Rahmenbedingungen für den Export verbessert werden".

Maßnahmen müssen vor allem in den Bereichen Exportfinanzierung und -förderung, Aus- und Weiterbildung, Wirtschaftspolitik, Steuergesetzgebung, sowie in der Ausweitung der Dienstleistungen für die Wirtschaft gesetzt werden. In diesem Bereich sind die Experten der Wirtschaftskammer Österreich derzeit damit beschäftigt, gemeinsam mit den Partnern aus allen betroffenen Organisationen eine Reihe von Maßnahmen wie die Erhebung des österreichischen Exportpotentials, die Bereitstellung von Export-Know-how, Kooperationsbörsen, aktive Marktforschung in Schwerpunktmärkten, Exportcluster, etc. im Detail vorzubereiten. "Für die Umsetzung dieses Programmes sind allerdings noch Budgetmittel erforderlich", weiß Dernoscheg. Ein Punkt, den auch Egon Winkler, WKÖ-Direktor für Außenwirtschaft und Integration, im Anschluß an die Referate hervorhob.

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Dr. Egon Winkler

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